Drei Gesamtsiege bei der Rallye Monte Carlo, Erfolge bei der Rallye Dakar bis hin zu der Rennserie MINI Challenge – das sportliche Kürzel, welches auf den ehemaligen Formel-1-Konstrukteur (John Cooper) zurückführt, sorgt bis heute sowohl im Alltag als auch auf der Rennstrecke für klassisches Gokart-Feeling und jeder Menge Fahrspaß.

Als 2006 der Mini Cooper S mit John Cooper Works GP Kit und im Jahr 2013 der Mini John Cooper Works GP mit jeweils 218 Turbopferdchen für großen Jubel bei den sportlichen Fans der Marke sorgten, hat man zwischenzeitlich auf einen Nachfolger gehofft. Die auf 2.000 Exemplare limitierte Auflage des GP-Duo lässt den Gebrauchtwagen-Markt rocken, die Preise ziehen weiter an, speziell bei der zweiten Generation.
Für richtige John Cooper Works Fans bzw. Sammler innerhalb der Mini-Community wird es nochmals spannend, denn auf der Los Angeles Auto Show feierte der Mini John Cooper Works GP in seiner dritten Generation (F56) Weltpremiere.

Streng limitiert!

Natürlich verfügt auch Nummer drei der Sonderserie über eine limitierte Stückzahl, diesmal rollen im Werk Oxford exakt 3.000 Exemplare vom Band. Jedes Fahrzeug erhält mittels 3D-Druck auf der Interieur-Leiste der Beifahrerseite die jeweilige Nummerierung verpasst. Apropos Innenraum! Auch Nummer drei der limitierten GP Serie verfügt ausschließlich über zwei Sitzplätze, dahinter befindet sich eine knallige Querstrebe, welche für die nochmals verbesserte Steifigkeit des Fahrzeugs zuständig ist.

Erstmals setzt man auch bei der Tachoeinheit auf Digitalisierung, mittels 5-Zoll Farbdisplay hat man alle fahrerrelevanten Infos immer im Blickfeld. Daneben gesellt sich ein 6,5 Zoll Infotainment Screen hinzu.

306 PS, 265 km/h & mechanische Sperre

Unter der Haube des neuen Mini John Cooper Works GP werkt erstmals ein Zweiliter-Turbobenziner, welcher die 300 PS Marke knackt. Das Aggregat leistet exakt 306 PS sowie 450 Nm, welche bereits ab 1.750 U/min anliegen. Damit übertrifft man den „herkömmlichen“ John Cooper Works (F56) um sagenhafte 75 Pferdchen.
Trotzdem ein wenig enttäuschend, denn der neue Countryman, Clubman, M135i und der X2 M35i verfügen ebenfalls über exakte Leistungswerte. Für Erreichen der dreistelligen Geschwindigkeitsmarke benötigt das neue, streng limitierte GP Modell exakt 5,2 Sekunden.
Der deutlich schwerere Clubman JCW nimmt dem wohl sportlichsten Modell der Marke dank Allrad-Antrieb 0,3 Sekunden für den Landstraßen-Tempo Sprint ab. Auf kurvigen Strecken oder Fahrten am Ring würde sich dies natürlich justament ändern, denn mittels mechanischer Quersperre (bis zu 31 Prozent Sperrwirkung) und Gewichtsoptimierung ist hier ganz klar das neue GP Modell der King.
Dies gilt auch für die V-Max, 265 Sachen läuft der limitierte Zweisitzer mit den wohl besten Sportgenen in der Geschichte der Marke.

Entschleunigung präzisiert!

Aber die Ingenieure haben auch in puncto Entschleunigung erstklassige Arbeit geleistet, denn mittels einer Sportbremsanlage sorgt man für erstklassige Verzögerungswerte. An der Vorderachse ist man mit einem Vier-Kolben-Festsattel und an der Hinterachse mittels Ein-Kolben-Faustsattel ausgerüstet. Die innenbelüfteten Scheiben wurde im Format 360 x 30 (Millimeter) konstruiert und soll auch bei Fahrten am Ring eine ausreichende Standhaftigkeit liefern.

Ausschließlich mit 8-Gang Wandlerautomatik

In puncto Getriebe scheiden sich die Geister. Der neue Mini John Cooper Works GP kommt ausschließlich mit einer 8-Gang Wandlerautomatik (erstmals vom Zulieferer Aisin) auf den Markt. Die Vorgänger-Modelle wurden ausschließlich mittels 6-Gang Box angeboten. Vererbt hat man dem Modell den erstklassigen Sound, welcher mit geringerem Gegendruck nochmals an Sportlichkeit dazugewonnen hat, und dies trotz OPF.

Preise sind derzeit noch keine bekannt, dass auch Nummer drei deutlich über dem herkömmlichen John Cooper Works liegen wird, ist keine Überraschung mehr.

(c) Bilder: MINI