Bei manchen Dingen ist man ganz froh, wenn man sie nur erzählt bekommt, bei anderen ist man lieber live dabei. Corona-bedingt musste die Pressekonferenz zur Vorstellung der beiden neuen Top-Modelle virtuell stattfinden. Dafür erhält man so auch gleich Einblicke in die Arbeit des Entwicklungsteams, die wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen: https://youtu.be/nkAKspEE9qg

Vierblättriges Kleeblatt

Von außen erkennt man die Facelift-Version der beiden Kleeblatt-Modelle an den neu gestalteten LED-Rücklichtern mit abgedunkelten Gläsern sowie einem dunkel glänzenden Finish von Kühlergrill und Außenspiegel. Optional stehen neu gestaltete Leichtmetallfelgen im 21 Zoll-Format zur Verfügung. Außerdem haben die Designer mit „Ocra GT Junior“ und das „Verde Montreal“ auch die Farbpalette weiterentwickelt. „Verde Montreal“ ist dabei eine Hommage an eine der Ikonen der Marke: Der Farbton wurde vor genau 50 Jahren mit dem Alfa Romeo Montreal präsentiert. Sozusagen grünes Licht für die Topversionen.

Vitalität und Leidenschaft

Alfa Romeo hat seit jeher Fans schöner Automobile begeistert. Im Innenraum verstärkt die überarbeitete Mittelkonsole nicht nur haptische und optische Anmutung, sie bietet nun auch mehr Stauraum. Auch das Lenkrad und der mit Leder bezogene Schaltknauf sind neu gestaltet. Die Sitze sind serienmäßig mit einer Kombination aus Leder und Alcantara bezogen. Ab dem dritten Quartal sind die Bezüge für die elektrisch verstellbaren Sportsitze auch mit perforiertem Leder erhältlich. Außerdem sind Schalensitze von Sparco möglich – mit aus Kohlefaser gefertigten Rückenschalen. Festgehalten wird man ganz klassisch von schwarzen Sicherheitsgurten, auf Wunsch gibt es diese auch in Rot oder Grün.

Ein Highlight ist das neue Infotainmentsystem, das über einen Touchscreen mit 8,8 Zoll (22,3 Zentimeter) gesteuert wird. Das System weist ein neues Design der Bedienelemente auf und ermöglicht die Nutzung innovativer Online-Dienste (Connected Services). Exklusiv für die neuen Quadrifoglio-Modelle liefert es Echtzeit-Darstellungen zu wichtigen Fahrzeugparametern, wie Temperatur, Drehmoment und Ladedruck, aber auch Daten zu Fahrleistungen, wie Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit.

Motor fast ausschließlich aus Aluminium

Die Topversionen behalten auch in den 2020-er Versionen deren Triebwerk mit 375 kW (510 PS) bei. Dabei handelt es sich um einen – nahezu komplett aus Aluminium gefertigten – V6-Biturbo-Benziner mit 2.9 Litern Hubraum, der ja ursprünglich aus dem Ferrari California T stammt und zwei Zylinder und auch ein wenig Hubraum verliert.
Das maximale Drehmoment von 600 Nm wird bei 2.500 Touren produziert. Für die optimale Übertagung der Motorkraft sorgt die aktive Drehmomentverteilung des Sperrdifferentials in der Hinterachse (Alfa Active Torque Vectoring). Im Stelvio Quadrifoglio wird dieses durch das innovative Allradantriebssystem Alfa Q4 ergänzt. Die Achtgang-Automatik sorgt für hohen Fahrkomfort in allen Situationen.

Darüber hinaus sind beide Fahrzeuge mit einer Reihe von Systemen ausgestattet, die das Fahrvergnügen erhöhen und das typische Erlebnis am Lenkrad garantieren, so z.B. das aktive Fahrwerk (Alfa Active Suspension) oder die Fahrdynamikregelung (Alfa DNA Pro) mit zusätzlichem Race-Modus. Ist dieser ausgewählt, wechselt die Automatik die Gänge innerhalb von 150 Millisekunden. Alle elektronischen Fahrassistenzsysteme werden in Echtzeit von der Alfa Chassis Domain Control koordiniert. Für die Giulia gibt es außerdem noch einen aktiven Frontspoiler (Alfa Active Aero Splitter).

Vier Endrohre für den perfekten Sound

Der passende Soundtrack zum Fahrerlebnis wird von einer Dual-Mode-Abgasanlage mit vier Endrohren geliefert. Diese sorgt im Modus Race für einen noch markanteren Ton. Mit dem neuen Modelljahrgang steht für Giulia Quadrifoglio und Stelvio Quadrifoglio als Option außerdem eine Titan-Abgasanlage von Akrapovič zur Verfügung, die ein noch schärfer abgestimmtes Dual-Mode-System und Endrohre mit Verkleidungen aus Kohlefaser bietet.

Autonomes Fahren auf Stufe 2

Im Modelljahr 2020 sind Giulia Quadrifoglio und Stelvio Quadrifoglio mit neuen elektronischen Fahrerassistenzsystemen ausgestattet. Diese wurden in Zusammenarbeit mit Bosch entwickelt und ermöglichen autonomes Fahren auf Stufe 2. Das bedeutet, dass das Fahrzeug unter gewissen Bedingungen die Steuerung von Gaspedal, Bremsen und Lenkung übernimmt. Der Fahrer wird dadurch z.B. bei langen Strecken unterstützt, muss die Hände aber trotzdem am Lenkrad behalten.

Zu den wichtigsten elektronischen Fahrerassistenzsystemen zählen:
• Spurhalteassistent (Lane Keeping Assist)
• Aktiver Totwinkel-Assistent (Active Blind Spot Assist)
• Aktives Geschwindigkeitsregelsystem (Active Cruise Control)
• Verkehrszeichenerkennung/intelligente Geschwindigkeitskontrolle (Traffic Sign   Recognition/Intelligent Speed Control)
• Stauassistent/Autobahnassistent (Traffic Jam Assist/Highway Assist)
• Müdigkeitsassistent (Driver Attention Assist)

Preise der beiden Top-Modelle

Der Einstiegspreis für die Giulia Quadrifoglio liegt bei 96.700 Euro, wer höher hinaus will, steigt ab 118.700 Euro in den Stelvio Quadrifoglio ein. Erhältlich sind beide Modelle voraussichtlich ab Mitte Mai 2020.

(c) Bilder: Alfa Romeo