Kürzlich durften wir die aktuelle Mustang Generation als Mach 1 Version im Alltag bewegen. Das Pony-Car punktete im Test mit dem unverwechselbaren Charakter, den derzeit europäische Modelle kaum mehr mit sich bringen. Stichwort V8, beim Mustang sogar freisaugend.
Lange Zeit wurde ja auf diversen Social-Media-Kanälen und Foren diskutiert, ob es bei der siebten Generation überhaupt noch das legendäre Aggregat mit acht Brennräumen geben wird. Bzw. ob man nicht auf eine Teilelektrifizierung umswitcht, wobei auch der Mustang Mach-E eine große Rolle spielt.
Wir haben jedenfalls gute Nachrichten und oben drauf gibt es nun auch noch eine sogenannte Dark Horse Version, die als straßenzugelassenes Renngerät problemlos durchgeht.

Motor, Komponente und neue Features

Wir können Entwarnung geben, denn es handelt sich bei der neuen Generation der Sportwagen-Ikone lediglich um eine Überarbeitung des unschlagbaren Fünfliter Aggregats (neues Ansaugsystem und doppelte Drosselklappen sollen den Luftdurchsatz erhöhen und Ansaugverluste reduzieren).
Dabei darf der Lenker auch zwischen sechs frei wählbaren Modis wählen.

Weiterhin wird die automatische Drehzahlanpassung (lässt das maximale Drehmoment beim Gangwechsel nicht absinken) bei der 6-Gang-Schaltgetriebe zur Basis-Ausstattung zählen. Darüber hinaus wird auch eine 10-Gang-Automatik zur Verfügung stehen. Über die genauen Leistungsdaten hat Ford leider noch nichts verraten. Wir wissen jedenfalls, dass 19-Zoll große Leichtmetallräder, eine Differentialsperre an der Hinterachse, eine Bremsanlage von Brembo und ein aktives Klappensystem für die Auspuffanlage zur Serienausstattung des neuen Ford Mustang zählen.
Gegen Aufpreis wird auch das sogenannte MagneRide-Fahrwerk angeboten, welches dem Sport-Pony noch eine größere Spreizung zwischen Komfort und Sportlichkeit spendiert.

Die dann nochmals sportlichere Version wird unter der Bezeichnung Dark Horse zum Vorschein kommen. Serienmäßig wird dieser mit einem Schaltgetriebe von TREMEC sowie einer Titan-Schaltkugel aus dem 3D-Drucker, die nur diesem Modell vorbehalten ist, ausgeliefert. Als Alternative steht natürlich auch für die noch sportlichere Version die 10-Gang-Automatik inklusive Schaltwippen zur Verfügung.

Neben zahlreichen Modifikationen an Kühler-Teilen (teilweise nochmals gewichtsoptimiert), einem Torsen-Sperrdifferenzial, Hochleistungsstoßdämpfern, einer Performance-Bremsanlage und Streben (Domstrebe vorn und K-Streben hinten) zählt auch die sogenannte Performance Electronic Parking Brake zu den Highlights. Es handelt sich hierbei um eine elektronische Driftbremse, die nicht nur wie eine Handbremse in einem Rennwagen aussieht, sondern auch dasselbe bezwecken soll. Natürlich wird diese Funktion nur auf abgesperrten Strecken aktiviert werden.

Es ist auch die Rede, dass man das Fahrzeug von außen starten und hochdrehen lassen kann. Ein cooles Feature, das bestimmt in den Staaten noch eher gefeiert wird.

Exterieur: Deutlich kantiger, aber auch sportlicher

Die Sicken und Kanten wurden nochmals deutlich nachgeschärft, hier haben die Designer eben nochmals mit dem scharfen Stift geschwungen. Das steht dem Pony-Car ausgezeichnet, da ja auch die Lichter vorne deutlich geschmälert wurden, das zählt natürlich auch fürs Heck – wobei die dreigeteilte Form erhalten bleibt. Darüber hinaus gefällt uns auch der Knick der Kofferraumkante, der wohl auch als Spoiler gegenwirkt. Apropos: Es wird auch weiterhin eine Cabrio-Version geben!

Interieur: Die Wende der Zeit

Eventuell gab es schon scharfe Kritik, dass der beliebteste Sportwagen der Welt wohl über ein wenig eingestaubtes Interieur verfügt.
In der neuen Generation wird auch das Pony-Car komplett digitalisiert, sodass man hinter dem Volant auf eine 12,4-Zoll volldigitale Instrumententafel blickt, diese geht fließend in ein 13,2-Zoll großes Touchdisplay über. Die beiden Displays verschmelzen unter einer Glasabdeckung. Bei der Technik setzt man auf Ford SYNC 4, womit nicht nur Apple CarPlay und Android Auto an Bord sind, sondern auch Over The Air Updates kein Problem mehr darstellen.
Die gute Musikqualität kommt nicht ausschließlich aus den Endrohren, im Cockpit sind hierfür zwölf Lautsprecher und ein Subwoofer von B&O zuständig.

Preise sind derzeit noch keine bekannt, der Bestellstart in Österreich wird voraussichtlich im Spätsommer 2023 anlaufen.

(c) Bilder: Ford