Bevor am 30. Juni Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi mit dem Alfa Romeo Racing C38 beim Österreich Grand Prix an den Start gehen, bekamen wir die Gelegenheit, sowohl die Mitteklasse Limousine Giulia als auch das erste SUV-Modell von Alfa, um den Red Bull Ring zu jagen.
Sowohl die 280- als auch die 510-PS Version der beiden Modelle haben uns einen Grinser trotz Niederschlag ins Gesicht gezaubert. Aber bevor wir uns selbst hinter die Sportvolants klemmten, haben wir noch hilfreiche Anweisungen von einem echten Profi erhalten.

Es ist die Rede von einem Hot Lap mit dem ehemaligen österreichischen Formel 1 Piloten, Patrick Friesacher.

Der 38-jährige ist für die meisten Runden am ehemaligen A1-Ring zuständig und trotzdem spricht der sympathische Österreicher von jeder Menge Freude an der Arbeit – Langeweile lässt er sich in keiner Hinsicht anmerken. Kein Wunder, denn der 2,9-Liter Benziner mit doppelter Zwangsbeatmung in Kombination mit dem Q4-Allradantrieb hält selbst auf nasser Piste den Stelvio QV auf Ideallinie. Das Aggregat stammt von der F154-Motorenfamilie – keinesfalls handelt es sich aber um einen zugekauften V8 aus dem California T – welcher über zwei Zylinder weniger verfügt. Bei Alfa spricht man von einem eigens entwickelten Aggregat, wobei auch die Ferrari Ingenieure bei der Entwicklung ihre Hand angelegt haben. Und das kann man spätestens nach Drücken des Startknopfes nicht mehr leugnen, denn in diesem Performance-Hochbeiner steckt so viel Emotion, dass man am liebsten gar nicht mehr in die Boxengasse zurückkehrt.

Zwischen den anspruchsvollen elf Kurven auf einer Gesamtlänge von 4,3 Kilometer konnten wir uns reichlich amüsieren. Es ist gigantisch, wie der letzte österreichische Formel 1-Pilot das Performance-SUV im Grenzbereich bewegt.

Friesacher schwärmte mehrmals von dem flott schaltenden 8-Gang-Automatikgetriebe, welches in Millisekunden die Gänge nur so reinknallt.

Auch die aufpreispflichtige Brembo Carbon-Keramik Bremsanlage zählt zur Habenseite der Kleeblattversionen, besonders bei Fahrten am Rundkurs würde der Verzicht wertvolle Zehntel kosten. Ohne Aufpreis hingegen steckt in den Modellen das sogenannte integrierte Bremssystem (IBS), welches die Stabilitätskontrolle und die Komponenten eines Bremssystem in einem elektromechanischen System vereint und zugleich fünf Kilogramm an Gewicht einspart.

Starkes Image!

Bevor wir nun selbst hinter dem Steuer der nicht gerade untermotorisierten Modelle Platz nehmen durften, hörte man im Zuge eines Drivers Briefing heraus, welch großartige Geschichte hinter der italienischen Marke eigentlich steckt. Es wird kaum Menschen geben, die mit Alfa Romeo nicht ein Erlebnis oder eine Erinnerung verbindet.

Product Manager Mag. Alexander Hariwijadi erwähnte, dass im Rennsport immer das Kleeblatt an den Rennversionen angebracht war – einmal wurde darauf vergessen und genau in diesem Rennen verunglückte der Lenker tödlich.

Rennsport affin!

Aber es gibt natürlich auch reichlich positive Seiten von Alfa in Bezug auf den Rennsport. Dazu zählt natürlich an oberster Stelle die Rückkehr in die Formel 1 – heuer verschwindet der Name Sauber und anstelle geht man unter dem Kürzel „Alfa Romeo Racing“ an den Start. Ebenso inspiriert uns, dass Alfa mit dem Stelvio auf der Nordschleife einen erstaunlichen Rundenrekord in den Asphalt brannte. Bereits nach 7:51,7 Minuten überquerte das Performance-SUV die Ziellinie und somit krönte sich der Stelvio zum schnellsten Sport Utility Vehicle auf der Nordschleife.

Kommen wir zuerst zu den 280 PS Versionen, welche nach umlegen des DNA-Schalters die Kurvenfahrt nicht nur mit athletischen Fahrleistungen quittieren, sondern auch für ein überraschend sportliches Klangbild sorgen. Auch wir können nun das Lob von Friesacher bestätigen, denn die 8-Gang Automatik von ZF prescht die Gänge nur so rein, sodass die überdimensionierten Schaltpaddles ihre Funktion nahezu verlieren. Auch das direkte Einlenkverhalten macht den Modellen aus Bayern ordentlich Konkurrenz. Sehr lobenswert verteilt das Q4-Allradsystem das Drehmoment zwischen Hinter- und Vorderachse. Die eher hecklastige Auslegung ist besonders in engen Kehren ein klarer Vorteil und sorgt für noch mehr Fahrfreude.
Weitere positive Aspekte hierfür sind einerseits die optimale Gewichtsverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse und andererseits die zahlreich gefertigten Komponente aus Aluminium, welche für maximale Reduktion des Eigengewichts sorgen.

Emotionsbündel!

Anders sieht es aus, wenn man mit der Quadrifoglio-Version der Giulia bei nasser Fahrbahn unterwegs ist. Hier ist Feingefühl gefragt, denn die 510 Pferchen werden ausschließlich an die Hinterachse losgelassen, sodass bei Vollgas die Hinterräder kaum mehr Traktion aufbauen können. Apropos Traktion: Die Quadrifoglio-Modelle verfügen über ein in die Hinterachse integriertes elektronisch gesteuertes Sperrdifferenzial, welches über Torque Vectoring verfügt. Somit kann das Drehmoment auch zwischen dem linken und rechtem Rad je nach Bedarf verteilt werden.
Aber zurück auf die Strecke! Dosiert man das Gaspedal mit Feingefühl, so wechseln sich die quietschenden Hinterräder mit dem mächtigen Klang des 2,9-Liter V6 ab und bilden eine Melodie der Sonderklasse – der Komponist bist dann noch immer du – und genau solche Fahrzeuge fehlen uns heutzutage!

Die deutschen Hersteller bauen ebenso großartige Fahrzeuge, jedoch sorgen die Italiener für noch mehr Fahrspaß und in puncto Design waren sie sowieso schon immer die klare Nummer eins.

Bis 15.4. laufen noch die sogenannten Alfa Racing Days – TESTEN – GEWINNEN und SPAREN. Attraktive Angebote für den Neuwagen oder nach Buchung einer Probefahrt können Tickets für den Formel 1 Grand Prix in Spielberg gewonnen werden.

Mehr Infos findet ihr hier

Technische Daten:

Alfa Romeo Giulia 2.0 16V 280 AT8 Q4

Motor: Vierzylinder Reihenmotor mit Turboaufladung
Hubraum in cm³: 1.995
Leistung: 206 kW/280 PS bei 5.250 U/min
Drehmoment: 400 Nm bei 2.250 U/min
0-100 km/h: 5,2 Sekunden
V-Max: 240 km/h
Antrieb: Allrad
L/B/H: 4,643 / 1,86 / 1,438 Meter
Leergewicht: 1.605 Kilogramm
Verbrauch lt. Hersteller: 7,4 Liter
Erhältlich ab: € 56.300 (Veloce)
Einstiegspreis ab: € 40.200 (160 PS Diesel, AT8, RWD)

Alfa Romeo Stelvio 2.0 16V 280 ATX Q4

Motor: Vierzylinder Reihenmotor mit Turboaufladung
Hubraum in cm³: 1.995
Leistung: 206 kW/280 PS bei 5.250 U/min
Drehmoment: 400 Nm bei 2.250 U/min
0-100 km/h: 5,7 Sekunden
V-Max: 230 km/h
Antrieb: Allrad
L/B/H: 4,687 / 1,903 / 1,671 Meter
Leergewicht: 1.660 Kilogramm
Verbrauch lt. Hersteller: 7,9-8,0 Liter
Erhältlich ab: € 58.500 (Super)
Einstiegspreis ab: € 44.700 (160 PS Diesel, ATX, RWD)

Alfa Romeo Giulia 2.9 V6 Bi-Turbo 510 AT8

Motor: Sechszylinder V-Motor 90°
Hubraum in cm³: 2.891
Leistung: 375 kW/510 PS bei 6.500 U/min
Drehmoment: 600 Nm bei 2.500 U/min
0-100 km/h: 3,9 Sekunden
V-Max: 307 km/h
Antrieb: Hinterrad
L/B/H: 4,639 / 1,874 / 1,433 Meter
Leergewicht: 1.695 Kilogramm
Verbrauch lt. Hersteller: 8,7 Liter
Erhältlich ab: € 93.200

Alfa Romeo Stelvio 2.9 V6 Bi-Turbo 510 ATX AWD

Motor: Sechszylinder V-Motor 90°
Hubraum in cm³: 2.891
Leistung: 375 kW/510 PS bei 6.500 U/min
Drehmoment: 600 Nm bei 2.500 U/min
0-100 km/h: 3,8 Sekunden
V-Max: 283 km/h
Antrieb: Hinterrad
L/B/H: 4,70 / 1,96 / 1,68 Meter
Leergewicht: 1.905 Kilogramm
Verbrauch lt. Hersteller: 9,8 Liter
Erhältlich ab: € 113.500

(c) Bilder: sp

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