Seit 2014 ist der Mazda2 in der dritten Generation erhältlich, nun haben die Japaner ihrem Kleinsten ein Facelift verliehen. Der überarbeitete Mazda2 tritt nun frisch gestärkt im Kleinwagensegment an, um mit seinem einzigartig dynamischen Design zu überzeugen.

Exterieur: Der Kodo- Feschak!

Das aktuelle Kodo-Design wurde insbesondere an der Frontschürze nachgeschliffen. Der neue Kühlergrill in Wabenoptik umhüllt von einer Chromspange, die bis in die serienmäßigen LED-Leuchten reicht, sowie der neu gestaltete Stoßfänger sind wahrlich die Highlights des neuen Mazda2. Auch das Heck wurde ein wenig überarbeitet und erhielt einen neuen Stoßfänger und neue LED-Rückleuchten. Um den Mazda2 noch sportlicher erscheinen zu lassen, wurde er mit 16-Zoll-Leichtmetallfelgen ausgerüstet.

 Interieur: Topversion mit Teilleder Kombi

Die Materialien im Innenraum können mit hochwertiger Verarbeitung protzen und wirken schick und modern. Dazu liefern auch die Applikationen in Chrom ihren Beitrag.

Weniger schick finden wir den Entfall des Keyless go System in der Topversion – hier muss eben noch auf den Fahrzeugschlüssel gedrückt werden.

Nimmt man hinter dem eher dünnen Volant Platz, so wird man von sehr komfortablen Teilleder-Sitzen verwöhnt. Besonders cool finden wir die Lederausstattung in dem Farbton Blaugrau mit den abgesteppten Ziernähten in Blau.

Das Lederlenkrad liegt (trotz geringer Dicke des Kranzes) gut in der Hand, ist manuell verstellbar und sticht edel mit den blau abgesteppten Ziernähten ins Auge.

Hinter dem Multifunktionslenkrad befinden sich die Rundinstrumente, wobei hier der Drehzahlmesser analog und die Geschwindigkeitsanzeige und der Tageskilometer sowie der Kilometerstand digital ausfallen. Das Navigationssystem hat sich nicht sonderlich verändert und ist im Stand per Touch und während der Fahrt über den Drehdrucksteller bedienbar. Unserer Meinung nach ist das Infotainment mit dem 7-Zoll-Farbdisplay eher zu klein für die Top-Ausstattung und der Dreh-Drückregler zu weit hinten platziert. Schade finden wir auch, dass es keine Mittelarmlehne gibt.

Für gute Unterhaltung an Bord ist der Mazda2 mit DAB-Digitalradio, MZD-Connect Infotainment System inklusive Apple Carplay und Android Auto ausgestattet.

Praktisch finden wir, dass die Lüftungsdüsen einzeln verschließbar und auch regelbar sind, das ist nicht in allen Kleinwägen Standard.

Eine Etage tiefer befinden sich die Knöpfe für die Sitz- und Lenkradheizung und darunter die Klimaautomatik mit analogen Bedienelementen.

 Wohin mit allem?

Die Ablagefächer sind für einen Kleinwagen wie den Mazda2 unserer Meinung nach ausreichend. In den Türen finden 1-Literflaschen ihren Platz und auch in der Griffschale der Tür kann man Kleinigkeiten verstauen. Vor dem Schalthebel findet man Platz für das Smartphone, dieses kann leider auch in der Topversion nicht induktiv geladen werden.

Oasen Feeling!

Auch in puncto Geräuschdämmung hat Mazda seine Hausaufgaben erstklassig erledigt und so ist es im Innenraum deutlich leiser geworden.

 Vernünftige Platzverhältnisse für den Cityfloh

Mit einer Länge von knapp über vier Meter hat man mit dem neuen Mazda2 bei der Parkplatzsuche in der Stadt so seine Freude. Wie sieht es jedoch mit den Platzverhältnissen im Inneren des kleinen Cityflitzers aus? Also unserer Meinung nach geht das Raumangebot für einen Kleinwagen wie den Mazda2 in Ordnung. Lediglich bei großgewachsenen Personen im Fond macht der Mazda2 seinem Segment Kleinwagen alle Ehre.

Das Kofferraumvolumen beträgt 280 Liter und kann bei umgelegter Rückbank auf bis zu 950 Liter erweitert werden. Leider ergibt sich beim Umklappen der Rückbank kein ebener Ladeboden. Schade finden wir auch, dass die Ladekante sehr hoch positioniert wurde.

 Sicherheitsassistenten ausgeweitet

Mazda hat auch bei den Assistenz- und Sicherheitssystemen für Updates gesorgt. So befinden sich ein Spurhalteassistent mit aktiver Lenkunterstützung, einen Spurwechselassistenten mit Ausparkhilfe sowie Einparksensoren hinten.
Schade finden wir, dass in der Topversion Takumi Plus die Rückfahrkamera entfällt, da diese Version mit dem City-Notbremsassistenten mit Fußgängererkennung ausgestattet ist.
Um bei schwierigen Straßen- und Fahrverhältnissen sicher unterwegs zu sein, bietet Mazda seinen Kunden die verbesserte Fahrdynamikregelung G-Vectoring-Control-Plus bereits serienmäßig an. Dabei wird das abgegebene Drehmoment je nach Beschaffenheit des Untergrunds und der jeweiligen Fahrsituation einzeln auf die Räder verteilt und somit die Straßenlage des Fahrzeugs verbessert.

Unter der Haube: Knurriger Vierzylinder Sauger hängt brav am Gas!

Äußerst cool finden wir, dass die Japaner trotz sehr strenger Abgasregelungen weiterhin auf einen knurrigen Vierzylinder-Saugbenziner setzen.
Spätestens wenn man in der Topversion Platz nimmt, merkt man, dass der 1,5-Liter mit 90 PS besonders auf kürzeren Strecken deutlich mehr Fahrspaß mit sich bringt als so jedes Downsizing-Motörchen – natürlich trägt hier auch das geringe Leergewicht von nur 1,1 Tonnen seinen Teil dazu bei.

Zwar muss man immer ein wenig im Sechsgang-Schaltgetriebe umrühren, um den Saugbenziner auf Touren zu halten, da die Gänge sehr lang übersetzt sind (mit der Zweiten wären sogar knapp über 100 km/h möglich).
Sensationell fallen selbst bei flotter Fahrweise die Verbrauchswerten aus – unter sechs Liter sind locker erreichbar.

Dazu trägt natürlich auch das Mildhybrid-System dazu bei, welches die Bremsenergie speichert und beim Beschleunigen damit dem Verbrenner zur Seite steht.
Bei 4.000 U/min liegt das maximale Drehmoment von 148 Nm an, die 100er Marke erreicht man somit in 9,8 Sekunden. Das fühlt sich in der Praxis aber deutlich flotter an.
Eher mau sieht es in puncto Lenkung und Fahrwerk aus. Der Mazda2 lenkt sehr gefühllos ein und so manche Fahrbahnunebenheiten werden eher sehr holprig gefedert. Darüber hinaus würde man sich bei Ampelsprints oder längeren Etappen ein paar Extra-Pferdchen wünschen – aber für diese Disziplinen hat ja Mazda auch andere Modelle im Portfolio. Aber hier merkt man wieder welch zahlreiche Ansprüche das Kleinwagensegment zu stemmen hat.

Fazit:

Der vollausgestattete Mazda2 (Takumi Plus)  sprengt mit Extras die 20.000 – Euro-Marke – das ist für einen Kleinwagen schon eine schöne Stange Geld. Dennoch bekommt man dafür auch jede Menge Auto mit sensationeller Ausstattung und Technik spendiert. Schade finden wir, dass man in der Topversion auf die Rückfahrkamera als auch ein Keyless go System verzichten muss.

Was uns gefällt:

Das fesche Design
Dank Mildhybrid reduzierter Spritverbrauch
Umfangreiche Serienausstattung

Was wir noch verbessern würden:

Keyless Go und Rückfahrkamera in der Topversion
Die hohe Ladekante
Das kleine Infotainmentsystem

Technische Daten – Mazda 2 G90 Takumi Plus

Motor / Antrieb

Motor: Vierzylinder-Benzinmotor
Hubraum: 1.496 ccm3
Leistung  kW /PS (Gesamt): 66 kW / 90 PS
Drehmoment: 148 Nm bei 4.000 U/min.
Antrieb: Frontantrieb
Getriebeart: 6-Gang-Schaltgetriebe
0-100 km/h: 9,8 Sekunden
V-Max: 183 km/h

Verbrauch / Umwelt

Werksangabe kombiniert: 5,3/100 km (nach WLTP)
Gas-Junky-Test – Durchschnitt l/100 km: 5,8
CO2 Emissionen: 120 g/km (Euro 6d-TEMP)

Fahrwerk / Reifen / Bremsen

Bremsen:
VA:
Bremsscheiben innen belüftet, HA: Bremsscheiben
Felgen / Reifen:
VA+HA: 185/60/R16

Gewicht und Maße

Leergewicht: 1.100 kg
L/B/H: 4,065 / 1,695 / 1,495 (Meter)
Radstand: 2,570 m
Kofferraumvolumen: 250-882 Liter
Tankinhalt:
44 Liter
Kraftstoff:
Super 95

Preise

Mazda 2 zu haben ab: 31.990 €
Mazda 2 Takumi zu haben ab:
36.990 €
Preis Testfahrzeug inkl. NoVA (5 %) und MwSt: 21.010 €

Sonderausstattung:

Mica-/Metallic-Lackierung € 620

(c) Bilder: Sebastian Poppe