Der Porsche Taycan wird der erste rein elektrische Sportwagen der Zuffenhausener Sportwagenschmiede. Ausgestattet ist der 600 PS Taycan mit einem Allradantrieb, bei dem jeweils ein Elektromotor für eine Antriebsachse verantwortlich ist. Anstatt der für Elektroautos üblichen Systemspannung von 400 Volt verfügt der Taycan über 800 Volt, die einer hohen Dauerleistung zugutekommt. Für die Fahrstabilität verantwortlich ist das Porsche Dynamic Chassis Control Sport (PDCC Sport) inklusive dem Porsche Torque Vectoring Plus (PTV Plus).

Um sein Können unter Beweis zu stellen, wurde ein Prototyp des Taycan auf einen 20,6 Kilometer langen Abschnitt der Nürburgring-Nordschleife geschickt. Das Resultat war eine Rundenzeit von 7:42 Minuten, wodurch sich der Porsche Taycan den Titel als schnellstes viertüriges Elektroauto gesichert hat.

24 Stunden Dauerbelastung sind für den Porsche Taycan kein Problem

Diesem Runden-Rekordversuch ist bereits ein 24-Stunden Langstreckentest auf der italienischen Hochgeschwindigkeitsstrecke Nardo vorangegangen, bei dem exakt 3.425 Kilometer gefahren wurden. Dabei wurde bei heißen 42 Grad Celsius problemlos eine Geschwindigkeit von durchschnittlich rund 200 km/h gefahren. Anhalten musste der Taycan lediglich für schnelle Ladestopps und Fahrerwechsel.

Um das Beschleunigungsverhalten zu testen, wurden auf einem Flugplatz 26 Mal hintereinander Sprints von 0 auf 200 km/h in jeweils unter 10 Sekunden absolviert. Die Zeitdifferenz vom schnellsten zum langsamsten Sprint betrug lediglich 0,8 Sekunden.

Ein sichtlich erfreutes Team feiert den Nordschleifen-Rekord

Der verantwortliche Testfahrer Lars Kern zeigte sich beeindruckt von den Leistungen des Elektro-Porsches: „Dass der Taycan auch Rundstrecke kann, hat er hier – auf der anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt – überzeugend unter Beweis gestellt. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie ruhig der Elektro-Sportwagen in Highspeed-Passagen wie dem Kesselchen liegt und wie neutral er aus engen Passagen wie dem Adenauer Forst heraus beschleunigt.“

Nicht weniger begeistert äußerte sich der verantwortliche Baureihenleiter Stefan Weckbach: „Der Taycan hat seine abschließenden Performance-Tests bravourös gemeistert. Erst hat unser Elektro-Sportler die Reproduzierbarkeit seiner Leistung bei einem strapaziösen Test mit 26 Beschleunigungen hintereinander von null auf 200 km/h unter Beweis gestellt. Dann hat er völlig problemlos 3.425 Kilometer binnen 24 Stunden in Nardo abgespult und jetzt eine neue Bestmarke auf der Nürburgring-Nordschleife gesetzt. Die in Bruchteilen von Sekunden regelnden Fahrwerksysteme haben einen großen Anteil an dieser herausragenden Performance. Gleiches gilt für die ausgefeilte Aerodynamik und den Antriebsstrang unseres ersten vollelektrischen Sportwagens.“

(c) Bilder: Porsche