Kia Rio Facelift: Die Spannung steigt! 

Der Kia Rio zählt zu einem der erfolgreichsten Modelle des koreanischen Herstellers. Nun überarbeitete Kia seinen Polo-Gegner in der bereits vierten Generation und verpasste ihm ein zartes Facelift, sowie der Topmotorisierung einen Elektroschlag.
Der 1.0 T-GDI 120 (88 kW/120 PS) bekommt einen Riemen-Startgenerator mit einer zusätzlichen 48-Volt-Batterie sowie ein „intelligentes Schaltgetriebe“ (intelligent Manual Transmission, iMT) oder wahlweise ein Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe (DCT) spendiert. Dadurch soll eine klare Effizienzsteigerung im Vergleich zum Vorgänger erzielt werden.

48-Volt Technologie, überarbeitete Motoren, neue Getriebe

Das Mildhybridsystem, welches von Kia „EcoDynamics+“ bezeichnet wird, arbeitet mit einer 48-Volt-Lithium-Ionen-Polymer-Batterie und einem Riemenstartergenerator an der Kurbelwelle. Bei Bedarf wird der Verbrennungsmotor unterstützt und so wird zugleich Motorlast und Emission reduziert. Beim Bremsen, Bergabfahren wird Strom zurück in den Akku gespeist.

Segelfunktion

Das serienmäßige Schaltgetriebe verfügt über eine elektronisch gesteuerte Kupplung („Clutch-by-wire) die vom Fahrer per Pedal betätigt wird. Jedoch kann die Kupplung aber auch von einem elektronischen Steuergerät betätigt werden. Das ist dann sinnvoll, wenn der Fahrer in der Ausrollphase den Fuß vom Gas nimmt. Das iMT entkoppelt den Motor selbständig vom Getriebe.

Der 1.0-Liter-Turbobenziner ist nun mit einer CWD-Ventilsteuerung (Continuously Variable Valve Duration) ausgestattet und bringt es nun auf 16 Prozent höheres maximales Drehmoment von 200 Nm. Neben der 88 kW-Version wird auch noch die Version mit 74 kW angeboten. In Deutschland wird der elektrifizierte Antrieb ausschließlich mit der stärksten Version angeboten. Serienmäßig verfügt man in der neuen Mild-Hybrid-Version über drei Fahrmodi: Eco, Normal und Sport.

Der Einstiegsmotor, der 1,2-Liter-Saugbenziner mit 62 kW/84 PS, wurde ebenfalls überarbeitet und ist mit einem Dual-Port-Einspritzsystem ausgestattet. Automatikfahrer haben jetzt auch die Wahl für das Sieben-Stufen-DCT, welches früher nur der Topmotorisierung vorbehalten war.

Serienmäßig ist nun auch auch das Start-Stopp-System (Idle Stop & Go) mit an Bord, welches vor allem im Stadtverkehr einen zusätzlichen Effizienz-Faktor zum Vorschein kommen lässt.

Infotainment: Der Oberklasse nahe! 

Das Kia Rio Facelift wurde auch im Innern überarbeitet und verfügt nun über einen größeren Touchscreen von 20,2 cm/8-Zoll (vorher 17,8 cm/7-Zoll) mit Split-Screen-Funktion. Serienmäßig sind nun auch Android Auto und Apple CarPlay mit an Bord.

Das Navigationssystem verfügt über die neuen Online Dienste UVO Connect mit den Kia Live und der Kia UVO-App für Wettervorhersagen, nahliegende Parkmöglichkeiten inklusive Angaben von Preisen und verfügbaren Plätzen. Mit der kostenlosen UVO-App lassen sich geplante Routen an das Navigationssystem im Kia Rio senden, den Standort des Fahrzeugs ermitteln sowie Fahrzeuginfos abrufen.

Interieur

In der höchsten Ausstattungsvariante, GT-Line, findet man schwarze Sitzbezüge mit weißen Kontrastnähten sowie ein Karboneffekt-Armaturenbrett vor. Neben dem Fahrersitz ist auch der Beifahrersitze höhenverstellbar (ausstattungsabhängig).

Exterieur

Das Facelift hat den Kia Rio einen schmäleren Grill, einen tieferen und breiteren Frontstoßfänger verpasst und je nach Ausstattung erhält man neue, markant gestaltete Nebelscheinwerfer. Neu sind weiters auch die LED-Scheinwerfer mit integrierten Tagfahrlicht (ausstattungsabhängig).

Außerdem gibt es jetzt bis zu neun Karosseriefarben zur Auswahl, darunter zwei neue Grau- und Blautöne (Perennial Grey Metallic, Sporty Blue Metallic) sowie 16-Zoll-Leichtmetallfelgen im neuen Acht-Speichen-Design (je nach Ausstattungsvariante).

Zahlreiche neue Assistenten

Bisher verfügte der Kia Rio bereits über einen Frontkollisionswarner, einen aktiven Spurhalteassistenten, einen Spurwechselassistenten und einen Querverkehrswarner.
Zum Modelljahr 2021 können je nach Ausstattungslinie auch noch ein Stauassistent, eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Stop-and-go-Funktion, ein Totwinkelwarner mit aktiven Lenkeingriff sowie ein Querverkehrswarner hinten inklusive Notbremsfunktion geordert werden.

Fünf Ausstattungslinien: Neon, Titan, Silber, Gold und GT-Line

Die Basisversion Neon ist ab € 14.290,- erhältlich und verfügt über Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Zentralverriegelung, Bremsassistenten und Klimaanlage.

Die Ausstattungsvariante Titan bietet zusätzlich einen Aufmerksamkeits- und Fernlichtassistenten, ein autonomes Notbremssystem inklusive Fußgänger- und Fahrraderkennung, weiters einen Spurhalteassistent, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber vorne, ein Lederlenkrad inklusive Lenkradheizung, Sitzheizung vorne sowie einen USB-Ladeanschluss auch hinten.

In der Version Silber verfügt der Kia Rio weiters auch noch über ein 8-Zoll großes Multimedia-Display mit Apple CarPlay und Android Auto inklusive Spracherkennung und Rückfahrkamera, Klimaautomatik, Parksensoren hinten, 16-Zoll-Leichtmetallräder, LED-Tagfahrlicht, Projektionsscheinwerfer und Nebelscheinwerfer.

Darüber bietet die Ausstattungsvariante Gold auch noch abgedunkelte Scheiben ab der zweiten Sitzreihe, elektrisch anklappbare Außenspiegel, Telematik-Dienste und Nutzung der Kia UVO Connect-App, Parksensoren vorne und hinten und LED-Rückleuchten.

Die Topversion wird als GT-Line betitelt und diese bietet darüber hinaus einen adaptiven Tempomat mit Stop & Go-Funktion und einen Querverkehrsassistenten bzw. einen Totwinkelassistenten, ein Glasschiebe-Hubdach, 17-Zoll-Leichtmetallräder, Smart-Key und Startknopf, Teilledersitze und einen Doppelrohrauspuff an.
Der Kia Rio GT-Line 1.0 T GDI mit Mildhybrid-System und DCT kommt auf € 26.290,-.

Der neue Kia Rio ist ab sofort bestellbar und kommt in Europa im dritten Quartal 2020 auf den Markt. In Österreich kann man Anfang Oktober mit diesem neuen Modell rechnen.

(c) Bilder: Kia