Fiat ist am Hybridsektor seit längerer Zeit bereits sehr stark vertreten und die beachtlichen Absatzzahlen geben der italienischen Marke auch recht, diesen Weg bestritten zu haben. Wobei hier zu erwähnen ist, dass bei Fiat bislang Hybrid eigentlich lediglich ein Mildhybrid-System mit einem Riemen-Startergenerator und 12 Volt Lithium-Ionen-Batterie unter dem Beifahrersitz gewesen ist. Da gab es nicht viel mehr als ein paar Pferdestärken zusätzlich herauszuholen, um zur Unterstützung des Benzinverbrenners beizutragen und somit den Verbrauch zu senken. Doch nun wird erstmalig der Tipo und der 500X, übrigens in sämtlichen Ausführungen (5-Türer, Kombi, etc.), zu einem wahren Hybrid mit einem deutlich kräftigeren und effizienteren 48 Volt System an Bord. Doch keine Angst, nur zur Ergänzung, die herkömmlichen Benziner und Dieselmodelle bleiben parallel dazu ebenfalls bestehen.

Antrieb: Wie funktioniert das neue Hybridsystem bei Fiat?

Die Leistungsstufe von 130 PS mit einem Maximaldrehmoment von 240 Newtonmetern ist bei beiden Hybridmodellen die einzige wählbare Variante. Kombiniert wird hierbei ein 1,5-Liter-Turbobenziner mit Direkteinspritzung aus der FireFly-Baureihe, ein 12-Volt Riemen-Starter-Generator, eine flüssigkeitsgekühlte 48-Volt Lithium-Ionen-Batterie mit 0,7 kWh Kapazität und eine 7-Stufen-Doppelkupplungsautomatik. Auch das Automatikgetriebe ist nicht umgänglich, denn genau in diesem ist zusätzlich ein 48-Volt Elektromotor mit 15 kW/20 PS Leistung und einem Drehmoment von 55 Nm verbaut. Mit dieser eingesetzten Technik ist der Fiat Tipo und der 500X in der Lage, die Effizienz zu steigern und außerdem, bei Geschwindigkeiten unter 20 km/h, bis zu drei Kilometer rein elektrisch angetrieben zu werden. Laut Fiat kann so der Verbrenner während des WTLP-Zyklus im Stadtverkehr um bis zu 62 Prozent abgeschaltet werden und der Verbrauch lag in Summe um 11 Prozent niedriger. Zu verdanken ist das vor allem der Unterstützung durch den Elektromotor, die bereits nach dem Start des Fahrzeugs einsetzt. Der Verbrenner wird entsprechend tatkräftig unterstützt und zusätzlich das Turboloch ausgeglichen.

Erste Fahreindrücke: Sparsam und gleichzeitig Fahrspaß

Sparsamer kann man somit mit dem roten Fiat-Duo unterwegs sein: Die WLTP-Normwerte kommen beim 500X auf 5,6 bis 6,4 Liter, sowie 5,1 bis 5,3 Liter beim aerodynamischeren Tipo. Die ersten Meter legt der Italiano-Hybrid geräuschlos und rein elektrisch zurück, bis der Benziner zum Leben erwacht, ebenfalls mit sehr gedämpfter Stimme, jedoch mit Nachdruck und den entsprechenden Beschleunigungswerten von 0 auf 100 km/h von 9,1 beim Tipo und 9,4 Sekunden beim 500X. Die Fahrwerte sind zum Fahrzeug passend und vor allem beim 500X genau positioniert. Im Grunde sind die 130 PS völlig ausreichend und können auch im Zusammenspiel mit dem Doppelkupplungsgetriebe für flottere und durchaus unterhaltsame Ausfahrten sorgen.

Interieur: Gute Ausstattung mit passenden Abstrichen

Alles was man benötigt ist vorhanden, sitzt am richtigen Platz und lässt sich dem Benutzer entsprechend einfach und passend einstellen. Der 500X ist vor allem in der ersten Reihe fast schon als weitläufig zu bezeichnen und spiegelt die weit in den Innenraum gezogene Armaturenlandschaft des Tipo so gar nicht wider. Die in Wagenfarbe lackierte Armaturentafel des 500X erfreut das Auge und sorgt für noch mehr mediterranen Flair, vor allem im 500X mit offenen Soft-Top. Lediglich die zum Teil bunt verteilten, harten Kunststoffverkleidungen im Innenraum trüben vor allem im Tipo das Wohlfühlgefüge, wirken sich jedoch später beim Preis aus.

Preise im Überblick

Der Tipo als 5-Türer mit der neuen Hybridtechnologie und Doppelkupplungsgetriebe ist bereits um € 27.650.- erhältlich. Wenn es dann doch das Hybrid-Sondermodell RED in Kombi Cross wird, ist schlussendlich die Summe von € 31.400.- zu überweisen. Beim 500X Hybrid beginnt das Preisspektrum mit dem Modell Hatchback Cross etwas höher bei € 30.700.- und gipfelt mit dem 500X Dolcevita Yacht Club Capri bei einem Preis von € 38.357,20.

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