Erster Test: SEAT Ateca, CUPRA Ateca und SEAT Tarraco FR Facelift

Auf 460 Quadratmeter bietet SEAT als erster Automobilproduzent ein einzigartiges Kundenerlebnis an. Die Rede ist von der Hola Tapas Bar, die am Wiener Stadtrand seit circa einem Monat mit Starkoch Juan Amador deren Tore geöffnet hat.
Neben den spanischen Köstlichkeiten wird man mit den neuesten Modellen gleich doppelt verwöhnt.

Im Zuge einer Fahrpräsentation konnten wir diese einzigartige Atmosphäre bewundern, denn neben den köstlichen Tapas hat man auch die gelifteten Neuheiten präsentiert.

CUPRA Ateca

Unsere Testfahrt startete mit dem überarbeiteten CUPRA Ateca. Seit dem Marktstart im Jahr 2018 konnten die Katalanen mehr als 15.000 Einheiten absetzen, 15 Prozent aller verkauften Ateca sind mit dem CUPRA-Logo versehen.

An der Front erkennt man den neuen Stoßfänger inklusive neuer Voll LED-Scheinwerfer. Das Heck wurde mit neuen dynamischen Blinkleuchten ergänzt und die Scheinwerfer sind ebenso mit Voll LED-Technik versehen.
Ein weiteres Highlight sind natürlich die vier ovalen Endrohre, optional kann natürlich eine optimierte Abgasanlage des slowenischen Produzenten Akrapovic geordert werden (3.950 Euro).
In der Testversion überzeugte bereits die serienmäßige Abgasanlage, besonders im CUPRA-Modus – hier verfügt das Power SUV über herrliche Fehlzündungen und dank der erhöhten Drehzahl über eine noch bessere Kennlinie des Gaspedals.

Das Interieur wurde mit einem neuen 9,2-Zoll Infotainment-Display ausgestattet, womit die einzelnen Funktionen noch simpler zu bedienen sind. Außerdem verfügt man über eine erstklassige Sprachsteuerung, sodass man problemlos auf die Touch-Befehle verzichten kann. Darüber hinaus ist das System mit Apple Car Play und Android Auto kompatibel.
Cool finden wir, dass man die Türtafeln mit noch hochwertigen Materialien und auffälligen Kontrastnähten versehen hat.

Unverändert leistet der bekannte 2.0-Liter TSI sensationelle 300 PS und 400 Nm. Diese abartigen Fahrleistungen haben zu Folge, dass man bereits nach nur 4,9 Sekunden die 100er-Marke erreicht, die Launch Control fühlt sich wie ein erstklassiger Raketenstart an. Erstaunlich ist, dass der Spagat zwischen Komfort und Sportlichkeit nochmals gesteigert werden konnte.
Bereits ab 49.990 Euro kann man den gelifteten CUPRA Ateca bestellen.

 

SEAT Tarraco FR

Sollte man aufgrund seiner Familiensituation ein wenig mehr Räumlichkeit benötigen, muss man dank des neuen SEAT Tarraco FR nicht auf die sportliche Note – zumindest beim Außenkleid – verzichten.

Das größte SUV-Modell der Marke misst 4,73 Meter in der Länge und verfügt über reichlich Kopf- und Beinfreiheit, im Kofferraum könnte man sich beinahe verirren, zumindest wenn die Rücksitzbank umgelegt ist.
In der nun sportlich gestalteten FR Version wird man mit sportlichem Gestühl (Fahrer elektrisch und mit Memory-Funktion). Darüber hinaus verfügt auch die geliftete Tarraco Version über die 9,2-Zoll Infotainment Einheit, womit die Bedienung noch intuitiver und zugleich moderner wirkt. Das Sportlenkrad mit FR Logo und die Alu-Pedalerie runden die sportliche Note des Interieurs ab.

Auch das Außenkleid des SEAT Tarraco FR sticht mit sportlichen Akzenten sofort ins Auge. Das LED-Leuchtband lässt das größte SUV-Modell deutlich breiter wirken und die 19-Zoll (optional 20-Zoll) Räder fördern den sportlichen Auftritt um eine weitere Stufe.

Unter der Haube stellt man den Tarraco-Kunden eine breite Palette an Aggregaten zur Wahl. Die Selbstzünder-Fans dürfen sich über einen Zweiliter mit 150 und 200 PS freuen. Die schwächere Version ist an ein Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt, optional bekommt man ein Siebengang-DSG spendiert.
Der 200 PS Diesel ist serienmäßig mit der Doppelkupplung und dem Allradantrieb ausgestattet.

Wählt man den Benziner, so muss man sich zwischen einem 1,5-Liter mit 150 PS und 250 Nm oder einem 2,0-Liter mit 190 PS und 320 Nm entscheiden.
Auch hier ist sowohl Doppelkupplung als auch Allrad für die stärkere Version serienmäßig. Für den 1,5er TSI steht optional eine DSG Variante zur Verfügung.

Gegen Jahresende wird noch eine Plug-In-Version mit dem bereits bekannten 1,4-Liter Benziner und einem 85 kW E-Aggregat verfügbar sein. Die Systemleistung beläuft sich beim Teilzeit-Stromer auf 245 PS und 400 Nm. Mit dieser Version wird man circa 50 Kilometer rein elektrisch unterwegs sein.

Mittels Style, XCellence und FR offeriert man den Kunden ein durchaus breites Portfolio an Ausstattungsvarianten.
Der Einstiegspreis liegt bei € 31.990 in der Style Version, für XCellence sind mindestens € 37.740 zu überweisen und die FR Version startet bei € 38.990.
In der Topversion sind es € 51.990 – wobei man hier über alle möglichen Features und den neuen 200 PS TDI verfügt, gekoppelt an das 7-Gang DSG und Allradantrieb.

SEAT Ateca

Zum Abschluss haben wir uns noch den SEAT Ateca in der 1,5-Liter TSI Version (150 PS) mit 7-Gang DSG geschnappt, die Kräfte wurden an die Vorderachse weitergeleitet.

Sofort sticht auch hier der neue Stoßfänger mit den Voll LED-Scheinwerfern ins Auge. Diese Technik bekommen auch die Leuchten am Heck spendiert, ergänzend mit dynamischen Blinkelementen.

Im Innenraum verfügt man je nach Ausstattungsvariante (Reference, Style, XPerience und FR) über einen 8,25 oder 9,2-Zoll großes Infotainment-Display. Hinter dem Volant glänzt das 10,25-Zoll virtuelle Cockpit, welches verschiedene Ansichten auf Knopfdruck parat hält.
Cool finden wir, dass man auch die Materialwahl im Zuge des Updates steigern konnte, sodass die Haptik des gelifteten Ateca deutlich an Wertigkeit zugenommen hat.

Mittels Hola, hola aktiviert man die Sprachsteuerung, welche wie bereits beim CUPRA Ateca erstklassige Dienste verrichtet, sodass man während der Fahrt weniger vom Verkehrsgeschehen abgelenkt ist.

Aber nicht nur die inneren und äußeren Werte wurden im Zuge des Updates gesteigert. Der SEAT Ateca bekam auch zahlreiche weitere Sicherheitsfeatures spendiert, sodass er zu den sichersten Fahrzeugen dieser Klasse zählt. Neu ist hier zum Beispiel der Pre Crash Assistent, der im Falle eines möglichen Crashs die vorderen Sicherheitsgurte spannt, die Fenster als auch das Schiebedach schließt und die Warnblinkanlage aktiviert. Zahlreiche weitere Features sorgen für noch höheren Luxus in diesem Segment.

Unter der Haube: Hier ist für jeden etwas dabei!

Das Motorenportfolio des gelifteten SEAT Ateca fällt ziemlich vielseitig aus.
Die Einstiegsmotorisierung bietet ein 1,0-Liter TSI mit 115 PS, dieser ist an ein Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt.
Zwei weitere Benzin-Aggregate werden offeriert: Ein 1,5-Liter TSI mit 150 PS verfügt serienmäßig über ein Sechsgang-Schaltgetriebe, optional steht das 7-Gang DSG zur Verfügung, eine Allradversion sucht man bei dieser Motorisierung vergebens.

Die Top-Otto-Version leistet ein 2,0-Liter TSI mit 7-Gang DSG und dem bereits erwähnten 4Drive Allradantrieb.

Für Selbstzünder-Fans bietet SEAT einen 2,0-Liter mit 150 PS an, auch dieser ist serienmäßig an ein Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt. Sowohl 7-Gang DSG oder / und das 4 Drive Allradsystem können hier dazu geordert werden.

Die Preise für den gelifteten Ateca starten bei € 22.690, die FR Version ist ab € 32.190 verfügbar und für die Top Version (2,0-Liter Diesel – 150 PS, 7-Gang DSG und 4Drive) löhnt man € 39.990 – wobei man hier kaum  noch Extras in der Aufpreisliste findet.

 

Welche SEAT SUV-Modell nun das Bessere ist?

Das ist natürlich Geschmacksache! Der CUPRA Ateca überzeugt natürlich mit erstklassiger Performance und auf jedem Meter mehr mit einer Ladung Fahrspaß, der Tarraco bietet einen guten Spagat zwischen Sportlichkeit und jeder Menge Komfort und der „herkömmliche“ SEAT Ateca bietet erstklassigen Fahrkomfort, dennoch sticht auch dieser in der sportlichen FR Version sofort im Rückspiegel ins Auge.

 

(c) Bilder: SEAT und Gas Junky Sebastian Poppe