Erster Test: CUPRA Formentor & CUPRA Leon

Von Stefanie M. Bauer 

Das erste eigenständige CUPRA Modell, welches selbst von der Marke gestaltet, entwickelt und im Werk Martorell gefertigt wurde, nennt sich Formentor.
Eine absolut gelungene Kombination aus Sportwagen und SUV, die im Hinblick auf Vielfältigkeit keine Wünsche offenlässt. Bekanntlich zählt ja der erste Eindruck und mit diesem kann der Formentor absolut punkten. Das sportliche und sowohl elegante Exterieur, das schon beim ersten Herantreten auffällt, wird durch das ausgeprägte Heck mit dynamischen Rückleuchten und durchgängigen Leuchtband gestärkt. Auch das Seitenprofil und die langgezogene Motorhaube mit markanten Linien spiegeln seine Charaktereigenschaften wider: dynamisch und stark!

Interieur: Sportlichkeit bis ins kleinste Detail!

Auch im Innenraum setzt sich das Konzept weiter fort. Mit Leder bezogene Schalensitze, das Sportlenkrad mit integriertem Start-Button, eine CUPRA Taste, über welche man die verschiedenen Fahrmodi einstellen kann, und Schaltwippen lassen beim Fahren ein wenig das Gefühl aufkommen, als säße man in einer Motorsport-Rakete.

Das Interieur des CUPRA Formentor wirkt aufgeräumt, sodass es den 12-Zoll-Infotainment-Touchbildschirm noch deutlicher in Fokus setzt. Ein Highlight ist die LED-Ambiente-Beleuchtung, die mit den Assistenzsystemen des Fahrzeuges verknüpft ist. Und bezüglich Sicherheitsfeatures und Komforttechnologien steht der Formentor in diesem Bereich an oberster Stelle, da er nicht nur durch integrierte Sensoren, sondern auch mit externen Informationen gefüttert wird.

Erstaunliche Kopf- und Beinfreiheit!

Aber er soll ja nicht nur sportlich, sondern auch praktisch sein. Und auch diesen Punkt erfüllt das katalanische CUV (Crossover Utility Vehicle) mit seinen Abmessungen. Genügend Platz, sodass auch die Gelfrisur beim Platz nehmen im Fond noch sitzt und mit seinem 450 Liter (bis 1.475 Litern bei umgeklappter Sitzbank) Kofferraumvolumen erfüllt er die Ansprüche in diesem Segment.

Breites Motorenportfolio: Plug-In-Hybrid oder doch 310 PS? 

Das Power CUV wird zukünftig (Auslieferungsstart: ab 12.10.2020 in Österreich) mit einer breit gefächerten Palette an Antrieben, die sich in zwei Kategorien CUPRA Formentor und CUPRA Formentor VZ (spanisch für „veloz“ = schnell) aufteilt, erhältlich sein.

Darunter befinden sich auch zwei Hybridantriebe, die Anfang des Jahres 2021 folgen werden. Die Systemleistung beläuft sich auf 204 und 245 Pferdchen, bei beiden Versionen steckt der 1,4-Liter TSI unter der Haube, welche an ein 6-Gang DSG gekoppelt ist, eine Allradversion ist für das Plug-In-Hybrid-Duo nicht verfügbar.

Die vorzeitig stärkste Variante des Formentors wird der 228 kW (310 PS) 4-Zylinder-Benziner mit einem 400 Nm Drehmoment sein, der den großen Sportler in 4,9 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt. Aber auch bei der Entschleunigung können wir nur die optionale 18-Zoll-Brembremsanlage empfehlen, die erstklassig zupackt.
Den durften wir so richtig durchtesten und waren von der Performance des Fahrzeugs überrascht.
So ästhetisch und stark wie er auftritt, darf der CUPRA Formentor sich ohne Kummer mit BMW X2 und dem Mercedes GLA messen, da er auch schon ab € 50.990 (Einstiegspreis) leistbar ist. Die Marke CUPRA steht für Dynamik, Emotionen und Performance und diese Eigenschaften transportiert der Power CUV an seine Insassen allemal.

Noch heuer werden neben der derzeitigen Topversion die 1,5-Liter Benziner mit 6-Gang Schaltgetriebe oder 7-Gang DSG auf den Markt kommen. Im ersten Quartal folgen neben dem Plug-In-Hybrid-Duo weitere Versionen: Ein Zweiliter-Diesel mit 150 PS (serienmäßig 6-Gang-Schaltgetriebe) und eine 7-Gang-DSG Version mit Allrad. Die Top-Diesel-Version leistet 190 PS und ist ausschließlich mit dem 7-Gang DSG und Allrad verfügbar.

Für Benziner-Fans, die auch mit 245 PS reichlich Power versorgt sind und auf den Allrad verzichten, werden ebenso im ersten Quartal 2021 mit einer weiteren Version versorgt. Sportlichkeit hin oder her, CUPRA hat unserer Meinung den richtigen Weg eingeschlagen, denn viele Kunden werden zur schwächeren Version greifen, sodass bereits einige Tausender aufgrund der hohen, mehrfachen Besteuerung eingespart werden.
Die Rede war auch von einer Fünfzylinder-Version, diese wird bestimmt auch eine große Fangemeinde befeuern.

CUPRA Leon

Danach haben wir uns den neun CUPRA Leon zur Brust genommen. Sein Vorgänger, sowohl der Fünftürer als auch der Kombi, war lang nicht so ausdrucksstark wie sein Nachfolger, der Anfang November endlich seine Markteinführung feiert. Der Fokus lag anscheinend auf einer neuen Identität des Fahrzeuges, jedoch ist seine Herkunft nicht vergessen worden. Wer sich den CUPRA Leon aneignen möchte, muss keine Kompromisse eingehen, denn hier stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis mit dem Angebot an Ausstattung, Motorleistung, Komfort und Alltagstauglichkeit überein.

Umfangreiche Basis-Ausstattung

Bereits serienmäßig verfügt man über folgende Features: Sportschalensitze, adaptives Fahrwerk (DCC), schlüsselloser Zugang, Virtual-Cockpit (10,25-Zoll), 10-Zoll Infotainment-Einheit, 3-Zonen Klimaeinheit, Ambiente-Beleuchtung und ein durchgängiges Leuchtband inklusive Voll-LED-Rückleuchten.

Im Zuge der ersten Testfahrt ist uns sein angenehmes, zugleich auch ein sehr agiles Handling aufgefallen, welches durch die progressive Lenkung und adaptive Fahrwerksregelung unterstützt wird. Man kann auch am Sportlenkrad zwischen unterschiedlichen Modi wählen, welcher eben gerade zur Verfassung passt. Auswählbar sind entweder sportlich, gemütlich, der CUPRA Modus oder ganz Individual.

Apropos angenehm: Auch in puncto Platzangebot überrascht der neue CUPRA Leon. 470 Liter fasst das Ladevolumen des Fünftürers, die Kombiversion 620 Liter und die Plug-In-Version 270 Liter in der Basis.

Der Blickfang im Interieur ist der 10-Zoll-Touchscreen, der einige Bedienelemente ersetzt. Somit wirkt das Cockpit aufgeräumt, aber sehr modern. Die Akzente aus Kupfer und dunklem Chrom runden das sportlich-elegante Aussehen ab. Wenn wir nun den Fokus auf die Außenseite legen, fällt uns sofort das geliftete Auftreten auf, da der Leon deutlich geschärft wurde. Eine große Frontschürze, Lufteinlässe, die deutlich vergrößert wurden, und die Seitenschweller verleihen dem Fahrzeug Dynamik, das es verkörpern soll.

Auch das durchgängige Leuchtband am Heck, der zwei- oder vierflutige Auspuff (je nach Motorisierung, bei der Plug-In-Version leider Fake-Blenden) und Spoiler verstärken den Eindruck.

Bis zu 52 Kilometer reinelektrisch unterwegs

Der CUPRA Leon 5-Türer und Kombi werden als 1,4-TSI 180 kW (245 PS) DSG 6-Gang (e-Hybrid) als Erster an den Start gehen. Die reinelektrische Reichweite liegt laut Herstellerangabe (nach WLTP) bei 52 Kilometer. Auch hier wird keine Allradversion angeboten.

Weitere Versionen der Motorisierung werden Anfang 2021 folgen. Der Fünftürer wird im ersten Quartal eine 300 PS Version spendiert bekommen (7-Gang DSG), im zweiten Quartal wird eine 2,0-Liter Version mit 245 PS zu den Händlern rollen, auch diese ist an ein 7-Gang DSG gekoppelt.

Die Kombi Version wird bereits im ersten Quartal des neuen Jahres mit einer 310 PS Version mit 7-Gang DSG und Allrad angeboten. Im zweiten Quartal wird ein Zweiliter für 245 oder 300 PS leisten, jeweils mit 7-Gang DSG ohne Allrad.

Fazit:

Wir freuen uns bereits auf den ersten Intensivtest mit einer der zahlreichen Motorisierungen und Karosserievarianten der eigenständigen Marke. Hut ab, dass man in Zeiten wie diesen solch sportliche Fahrzeuge auf die Räder stellt – sowohl in puncto Fahrverhalten als auch Design spielt sowohl der CUPRA Formentor als auch der neue CUPRA Leon ganz vorne mit.

(c) Bilder: CUPRA