Bereits seit 1978 ist der Mitsubishi L200 fixer Bestandteil der Produktpalette der Japaner, mit weltweit 4,7 Millionen abgesetzten Einheiten handelt es sich um das zweitstärkste, abgesetzte Modell.

Bereits 1993 wurde die erste Lieferung des Pick up Modells in Österreich erwartet. Bei der Österreich-Premiere handelte es sich bereits um die sechste Generation des Mitsubishi L200.

Keinesfalls nur eine Facelift-Version!

Anfangs hätten wir die neue Version eher als Facelift-Version der fünften Generation betitelt, da außer am Exterieur nicht wirklich Änderungen erkennbar waren. Im Laufe der Produktpräsentation ließen wir uns dann eines Besseren belehren, sodass 51 Prozent der Fahrzeugteile neu sind. Dies betrifft natürlich nicht nur das neue Außenkleid, sondern ganz besonders die Innereien des neuen Diesel-Aggregats.

Weniger Leistung, Drehmoment und Hubraum! Automatik-Version bietet sechsten Gang.

Intern lautet das Kürzel des Aggregats 4N14, überraschender Weise muss man mit weniger Leistung 150 PS, weniger Drehmoment „nur“ mit 400 Nm Drehmoment und weniger Hubraum, nämlich 2,2-Liter auskommen. Aber malen wir nicht gleich den Teufel an die Wand, denn der neue Selbstzünder ist ein ganz schön grüner Bursche: SCR Kat und Ad-Blue sorgen für die Einstufung nach Euro 6d-TEMP.

Ebenso erfreulich ist, dass die Automatik-Version (Wandler) einen sechsten Gang spendiert bekam und somit auf längeren Etappen ebenso einen effizienten Eindruck hinterlassen kann. Ob dies tatsächlich der Fall ist? Dazu kommen wir später.

Deutlich kraftvolleres Design!

Zuerst müssen wir natürlich die neue, bulligere wirkende Front unter die Lupe nehmen. Die Linienführung nahm um 40 Millimeter zu und ist somit noch besser für die Offroad-Fahrten ausgelegt. Hinzu gesellen sich sehr schmale Scheinwerfer und zwei bullige Chromspangen, die den neuen L200 deutlich mächtiger wirken lassen.

Das Kotflügel-Design wurde verbreitert, womit sich das neue Modell auch bei der Seitenansicht deutlich potenter wirkt.

Hingegen sich die Änderungen im Cockpit eher in Grenzen halten, hier setzt man auf noch hochwertigere Materialwahl und noch simplere Bedienbarkeit.

Dazu zählt natürlich auch eine bessere Konnektivitätslösung des Fahrzeugs. Bereits bei Wahl der Intense-Version ist man serienmäßig mit einem 7-Zoll Screen ausgestattet, hier nehmen Apple Car Play und Android Auto Einzug in das sehr aufgeräumte Cockpit.

Welche Versionen stehen zur Verfügung?

Es stehen die Ausstattungsvarianten Work Edition, Intense und Diamond zur Verfügung. Die erstere Version ist sowohl als Klub- als auch Doppelkabine erhältlich.

Nochmals gesteigerte Offroad-Skills!

Für die sechste Generation stehen auch zwei verschiedene Allradsysteme zur Verfügung. Bei beiden Varianten kann das Hinterachsdifferential bis zu 100 Prozent gesperrt werden.
Den Einstieg bildet das sogenannte Easy Select 4WD hier können Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h zwischen 2WD und 4WD umgeschaltet werden.
Bei Super Select 4WD werden alle vier Räder permanent angetrieben, je nach auserwähltem Modi (2H, 4H, 4HLc und 4LLc) wird eine dementsprechende Untersetzung gewählt. Zusätzlich stehen neuerlich ein Offroad-Mode und eine Bergabfahrhilfe zur Verfügung. Alle diese Hilfen stellten wir auch bei unserer ersten Testfahrt unter Beweis und erkannten, dass selbst die härtesten Offroadpisten die Heimat des neuen L200 sind.
Mit einem Neigungswinkel von 45 Grad, einem Rampenwinkel von 24 Grad, einem Böschungswinkel vorne von 30 und hinten von 22 Grad gibt es kaum ein Terrain, welches sich mit der neuen Version des L200 nicht bezwingen lässt.

Gesteigerte Alltagstauglichkeit

Aber auch abseits der Offroad-Pisten hinterlässt der Topseller einen kompetenten Eindruck. Mit einem Wendekreis von 11,8 Meter hat man in diesem Segment den Topwert erzielt. Bei der Parkplatzsuche im urbanen Bereich steigt man dann doch lieber von der 5,30 Meter langen Version auf den neuen ASX um.
Den Spagat zwischen Komfort und Lastesel konnte man besonders bei der Fahrwerksabstimmung bestens unter Beweis stellen.
An der Vorderachse wird mittels Doppelquerlenker Aufhängung für noch mehr Komfort gesorgt, hingegen man der Hinterachse ein Blattfeder-Paket (sechs Federn statt bisher fünf) spendierte, sodass der L200 auch bei höherer Zuladung nicht in die Knie geht.

Die Anhängelast liegt bei der Klubkabinen-Version bei drei Tonnen, für die Doppelkabine sind weitere 100 Kilogramm zulässig.

Sicherheitsfeatures: Großer Sprung nach vorne!

Besonders, wenn man die Top-Version „Diamond“ unter die Lupe nimmt, wird klar, welchen Sprung Mitsubishi beim neuen L200 in puncto Assistenzsysteme erzielen konnte.
Totwinkel-Assistent, Frontkollisionswarner mit Fußgängererkennung, Fernlicht-Assistent, Parksensoren vorne und hinten, Querverkehrswarner, 360 Grad-Kamera, Bergan- und Abfahrhilfe, Anhänger Stabilitätsprogramm und ein Fehl-Beschleunigungs-Schutz zählen zur umfangreichen Sicherheitsausstattung der neuen L200 Version des Topmodells.

Preise im Überblick

Den Einstieg bildet die Work Edition mit Klubkabine mit 22.492 Euro. Hingegen die Doppelkabine in dieser Edition 24.158 Euro kostet und erst ab November lieferbar ist.

Der L200 in der Intense Version steht mit 30.117 Euro in der Preisliste, die Automatik-Version ist mit einem Aufpreis von 1.333,33 Euro zu ordern.
Für den Erwerb der Top-Version sind mindestens 33.908 Euro zu überweisen, auch hier ist der Aufpreis der Automatik noch extra zu begleichen.

ALLE PREISE EXKLUSIVE STEUERN! – VORSTEUERABZUGSFÄHIG und NoVA-befreit!

Fazit:

Die neue L200 Version hinterlässt bereits nach den ersten Testfahrten einen sehr kompetenten und robusten Eindruck. Auf den Offroad-Pisten glänzt der Nippon-Pick-up mit herausragender Offroad-Kompetenz. Ob die neue Diesel-Version deutlich sparsamer ist, und ob der Leistungsverlust im Alltag zu spüren ist, darüber werden wir uns zu einem späteren Zeitpunkt im Praxistest ein Bild machen.

(c) Bilder: Mitsubishi