Knapp zwei Jahre nach dem neuen Audi A6 startet nun also auch die Topversion. Der neue Audi RS 6 wird in der bereits vierten Generation (C8) ausschließlich als Avant-Version erhältlich sein.

Kaum Gemeinsamkeiten mit dem Basis A6 – bis zu 22 Zoll-Räder..

Bereits auf den ersten Bildern wird ersichtlich, dass die Differenzierung zwischen der zivilen Version und dem PS-Monster deutlich erkennbar ist. Ausschließlich die Vordertüren, das Dach und die Heckklappe werden auch bei Audi Sport verwendet. Erstaunlich ist auch, dass die Karosserie JE SEITE um 40 Millimeter verbreitert wurde.

Aber alles nach der Reihe.
Die Front erhält einen noch tieferen und breiteren Grill, welcher in die Frontleuchten des Audi A7 ragt – diese werden optional sogar als RS-Matrix-LED-Laser-Scheinwerfer angeboten. Auch die Motorhaube des neuen RS 6 wurde speziell für den Power-Avant aus Ingolstadt angefertigt. Darunter ruht weiterhin ein turboaufgeladener Achtzylinder, welcher von einem Mild-Hybrid-System unterstützt wird – dazu aber später mehr.

Der neue RS 6 rollt serienmäßig mit 21-Zoll Räder daher, optional sind sogar 22-Zoll-Leichtmetallräder verfügbar.
Das Heck ist sofort durch den spezifischen Dachkantenspoiler und der kaum übersehbaren Spange ersichtlich. Hier kann auf Wunsch auch eine Sportabgasanlage geordert werden, sodass die äußerst dynamische Optik mit einem herrlichen V8-Krollen unterstrichen werden kann.

Weiterhin mit V8-Biturbo – zwischen segeln und sprinten

Apropos V8: Der Achtender hat den Generationenwechsel überstanden, dennoch wurde ein Mild-Hybrid-System integriert. Das Herzstück des 48 Volt Bordnetzes ist ein Riemen-Starter-Generator. Somit soll neben dem sogenannten cylinder on demand (COD), also der Zylinderabschaltung zusätzlich Treibstoff eingespart werden und der Spagat zwischen Sportlichkeit und Komfort nochmals gesteigert werden. Während Zylinder 2,3,5 und 8 in Ruhepause versetzt werden, ist man zwischen 55 und 160 km/h äußerst entspannt unterwegs. Das Aggregat kann sich bis zu 40 Sekunden deaktivieren und man segelt stressfrei dahin, oder die Energie wird zurückgewonnen und in einem separaten Lithium-Ionen-Akku gespeichert. Bis zu 0,8 Liter sollen laut Hersteller mit diesem System eingespart werden.  

40 PS und 100 Nm mehr!

Aber natürlich legt man bei einem RS Modell deutlich größeren Wert den sportlichen Stil – und hier hat Audi Sport sensationelle Arbeit geleistet.
Der Vierliter-V8-Biturbo liefert 600 PS und 800 Nm (2.100-4.500 U/min), damit soll der Sprint auf Tempo 100 in nur 3,6 Sekunden erledigt sein. Für die doppelte Geschwindigkeit vergehen lediglich 12 Sekunden, bei 250 km/h ist dann Schluss. Außer man wählt das Dynamikpaket – dieses genehmigt zusätzliche 30 km/h, ordert man das Dynamikpaket plus – so läuft die Topversion 305 km/h.

Das Kraftpaket von Aggregat ist an eine achtstufige tiptronic gekoppelt, welche neben optimierten Schaltzeiten auch über eine Launch Control verfügt.

Die Kräfte des Allrads werden im Verhältnis 40:60 mittels Mittendifferenzial zwischen Vorder- und Hinterräder verteilt. Je nach Grip können bis zu 70 Prozent an die Vorderachse und 85 Prozent an die Hinterachse verteilt werden.

NEU: RS-Modi

Neben dem Fahrdynamik-Programm drive select kann die neue Generation auch mittels Knopfdruck am Volant vom Gleiter zum Kurvenräuber und Beschleunigungsmonster verwandelt werden. Mittels der sogenannten RS-MODE Tasten kann zwischen RS1 und RS2 gewählt werden.

Die inneren Werte – von Ladedruck bis Rundenzeit

Das Interieur wurde natürlich sehr an das Cockpit der neuen Audi Oberklasse-Modelle angelehnt. Die Infotainment-Landschaft erscheint ausschließlich in digitaler Form. Das virtual cockpit informiert über Motoröltemperatur, Drehmoment, Ladedruck, Rundenzeiten und G-Kräfte. Hinter dem vollperforierten Volant findet man neue Alu-Schaltwippen vor.
Platz genommen wird auf Sportsitzen mit Rautensteppung, optional stehen RS-Sportsitze zur Wahl. Zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung, um das Cockpit noch dynamischer wirken zu lassen.

Deutliches Plus nicht nur an Leistung, sondern auch an Laderaum

Neben den Beschleunigungswerten wurde auch das Ladevolumen vergrößert, sodass der Familienvater mit 565 bis 1.680 Liter ein gutes Argument für den flotten Wochenendausflug parat halten kann. Zwar stehen noch keine Preise fest, aber eine durchschnittliche Immobilie würde sich schon ausgehen.

Der Bestellstart ist für September angesetzt, die Markteinführung für Ende des Jahres bzw. Jänner 2020.

(c) Bilder: Audi