Cupra setzt mit den bislang erhältlichen Varianten des Formentor ein dickes Ausrufungszeichen. Doch dem nicht genug, ist der ohnehin meist außergewöhnlich „muskelbepackte“ Formentor nun auch noch in der auf 7.000 Stück limitierten VZ5 Variante am Start. Der formvollendete Spanier bekam hierbei das emotional hoch angesiedeltes fünf Zylinder Aggregat aus extraleichtem Aluminium (160 kg) verpasst, welches aus dem aktuellen Audi RS3 bereits bekannt ist. Zusätzliche Features, wie der neue Torque-Splitter oder die nur im VZ5 verbaute 18-Zoll-Bremsanlage heben neben den nochmals verfeinerten Designelementen die Lust auf den Testdrive in schwindelerregende Höhen.

Was steckt hinter dem Kürzel VZ5?

VZ für „Veloz“, soviel wie schnell/wendig und die 5 für die Anzahl der Zylinder. Ja, der herrliche Sound des neu aufgelegten Aggregates mit der Zündreihenfolge 1-2-4-5-3 darf somit, zur Freude vieler, neu aufleben und dass auch noch eingebunden in einem so auftrittsstarkem Gesamtpaket wie dem Cupra Formentor. Das 2,5-Liter Triebwerk lässt bereits bei den nüchternen Zahlen von 390 PS und 480 Newtonmeter am Papier, die Mundwinkeln stetig nach oben wachsen. Der turboaufgeladene Direkteinspritzer generiert diese beachtlichen Werte bei einer Drehzahl zwischen 5.700 und 7.000 Umdrehungen pro Minute, wobei das maximale Drehmoment bereits ab 2.250 U/min satt ansteht.

Cupra Formentor VZ5: Was den Spanier sonst noch so bewegt!

Der einzigartige Motor arbeitet in Verbindung mit einem schnell schaltenden 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG), welches die immensen Kräfte elektronisch gesteuert über bis zu vier Antriebsräder an den Asphalt abgibt. Um die Traktion zu optimieren, verteilt im Cupra Formentor VZ5 ein spezieller Torque-Splitter mit zwei, anstatt herkömmlich einer Lamellenkupplung, welche nun an den beiden Antriebswellen der Hinterräder verbaut sind. So kann ein völlig neues Kapitel der intelligenten Antriebsverteilung aufgeschlagen werden. Die Technik sorgt nicht nur für mehr Performance, sondern auch für mehr Sicherheit und Fahrspaß.

Optik: Man sollte auch gesehen werden!

Der VZ5 ist ein Hingucker! Neben den vielen Carbon- und den obligatorischen Kupferapplikationen besticht die Topvariante des Formentor durch Details wie zusätzliche Lufteinlässe an der Front, sowie die diagonal angeführte Doppelauspuffrohre und dem speziell für den VZ5 entwickelten Heckdiffusor.

Die großen 20-Zoll-Leichtmetallräder verdecken die Sicht auf die gewaltige Sechskolben Bremsanlage mit gelochten und innenbelüfteten 18-Zoll-Bremsscheiben an der Vorderachse, aus dem Hause der Bremsenmanufaktur Akebono, nur unwesentlich und bilden ein stimmiges Gesamtobjekt der Begierde!!

Cupra Formentor VZ5: Wie fährt das vielversprechende Kraftpaket!

Schub ohne Ende verformen die Gesichtszüge zuerst in leichten Angstanflug, doch spätestens nach so ungefähr sieben Sekunden und 160 km/h auf der Uhr, ändert sich der Aggregatszustand im Gesicht von gefroren in freudig erhitzt und nach noch mehr schreiend. Bremspunkte werden anfänglich viel zu früh gewählt und dem Fahrwerk viel zu wenig zugetraut. Doch das legt sich schnell. Der anfängliche Respekt weicht lechzen nach mehr – deutlich mehr!

Und das geht mit der VZ5, wohlgemerkt auf öffentlichen Straßen, schon fast zu viel und so muss mit Bedacht der den Begebenheiten entsprechende Fahrmodus, flink und einfach am großen Display gewählt werden und natürlich auch der Gasfuß in Zaum gehalten werden. Die Kurven werden förmlich, dank des intelligenten Antriebstranges und der unterstützenden Elektronik, gefressen und zu einem Teil der immer zu kurzen Geraden. Die aufgebaute Geschwindigkeitsenergie wird durch die brachiale Bremsanlage förmlich zerschlagen und dies mit keinerlei Einbußen, auch bei intensiveren Einsätzen – ohne dabei eine Art von Fading zu spüren.

Die speziellen Sportsitze halten die Insassen jederzeit in idealer „Arbeitsstellung“ und schmeicheln gleichfalls dem Auge. Ein spezielles, sportliches Gimmick des Cupra VZ5 ist der auf abgesperrten Flächen einsetzbare Driftmodus. Idealerweise mit manueller Bedienung der Gänge, welche nunmehr nicht mehr elektronisch aus dem Begrenzer geholt werden können. Mit der Leistungssteuerung über den Torque-Splitter, sollten mit etwas Übung und den nötigen Ersatzgummis, herrliche Einsätze querer Natur möglich sein. Keine Angst, die Elektronik regelt nicht nach, sie hilft sinnvollerweise nur bei zu großen Seitenbeschleunigungskräften, um einen seitlichen Überschlag zu entgehen! 

VZ5 ABT: Extrazuckerl

Dem nicht genug, wird ab Werk ein Upgrade für den VZ5 von ABT angeboten. Die Leistungssteigerung per Chiptuning beträgt satte 60 PS und zusätzliche 50 Nm Drehmoment, sprich die 450 PS Grenze wurde erreicht. Zusätzlich ist auch die werksseitige Geschwindigkeitsbegrenzung von 250 km/h aufgehoben. Die ABT Version soll den Ritt von 0 auf 100 km/h in unter vier Sekunden mit dem Heißblutspanier möglich machen und ist bei freier Autobahn sicher und stabil, auch mit atemberaubenden Höchstgeschwindigkeiten, genießbar!

Verfügbarkeit: Kleingehaltene, limitierte Sonderserie!

In Österreich werden leider nur 300 Stück VZ5 den Käufern zur Verfügung stehen. Viele bereits eingelangte Vorbestellungen machen sicherlich die Chance auf eines der begehrten Sondermodelle zusätzlich nicht leichter. Ab Juni 2022 soll auch noch die Chance auf ein auf 999 Stück limitiertes Sondermodell mit einer besonderen Ausstattungslinie, vor allem beim Interieur, bestehen. Also schnell aufs Konto schauen, ob sich ein wenig zu viel, im Falle des VZ5 ab 79.990.- Euro, angesammelt hat und schnell zuschlagen.

Cupra Born: Per Knopfdruck geboostert!

Das vollelektrische Modell aus dem Hause Cupra ist neben dem optisch wesentlich sportlicheren Auftreten gegenüber seinen Konzernbruders ID.3 ab sofort auch mit einem zusätzlichen e-Boost-Paket orderbar. Der ansonsten 150 kW (204 PS) abliefernde Vollzeitstromer steigert per Knopfdruck seine Performance auf 231 PS. Außerdem kann hierbei neben dem 58 kWh Akku eine Batterie mit einer noch größeren Kapazität von 77 kWh gewählt werden. Dies erhöht die Reichweite im Idealfall auf bis zu 547 Kilometer, laut Hersteller. Zusätzlich steht dem Nutzer eine adaptive Fahrwerksregelung DCC in Kombi mit dem Sportfahrwerk und ESC Sport für den beschwingteren Einsatz zur Verfügung.

Cupra Born e-Boost: Sportliches Gesamtpaket!

Der Born glänzt aber nicht nur durch seine Leistungsfähigkeit, sondern auch durch seine frische, stylische Optik. Attraktive Farbpakete und Applikationen in Kupfer bilden zusammen mit wuchtigen 20-Zoll- Leichtmetallfelgen und einer größeren Bremsanlage ein fast schon unverschämt sportliches Auftreten für den kleinen Stromer.

Preislich steht dem Kunden der Einstieg in die Elektromobilität mit dem geboosterten Born nur mehr die Summe von ab 41.990.- Euro im Wege.

Factbox: Cupra Formentor VZ5 2,5 TSI DSG 4Drive

Motor: 5-Zylinder Benzinmotor mit Direkteinspritzung, Abgasturbolader, 20 Ventile
Hubraum: 2.480 ccm
Benzin-Aggregat: Leistung kW/PS: 287 kW/ 390 PS
Drehmoment:
 480 Nm 2.250 – 5.700 U/min
Antrieb:
 Allradantrieb
Getriebeart: 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe
0-100 km/h: 4,2 Sekunden
V-Max: 250km/h elektr. limitiert

Bremsen/Felgen/Reifen

Bremsen: VA + HA: Scheibenbremsen 375x36mm und 310x22mm, gelocht und innenbelüftet
Felgen/Reifen: 255/35 R20

Factbox: Cupra Born 77kWh e-Boost

Elektromotor: Leistung kW/PS: 170 kW/ 231 PS
Drehmoment: 310 Nm
0-100 km/h: 6,6-7,0 je nach Akku Größe
V-Max: 160 km/h
Batteriekapazität: 58 oder 77 kWh