Bereits mit dem DS N°8 hat die französische Premium-Marke richtig gute Arbeit geleistet. Nun ist auch der DS7-Nachfolger am Markt und sorgt neben edlem Design und perfekter Materialwahl für markentypischen Komfort auch ohne Luftfederung.
Wie schlägt sich der Edel-Franzose im Erstkontakt und kann er gegen die zahlreiche Premiumkonkurrenz punkten?
Exterieur: Edler Blickfang
Zahlreiche Passanten und Verkehrsteilnehmer staunen über das edle Design des Franzosen. Das ist auch gut so, denn der DS N°7 reiht sich nach dem DS N°8 und dem DS N°4 in die neue Designsprache der Premium-Marke bestens ein.
Die Franzosen setzen hier auf deren edle Details und lassen langweilige bzw. zurückhaltende Formensprache links liegen.
Die speziellen Tagfahrlicht-Signaturen, den sogenannten DS Luminascreen (ab der Ausstattungsline Étoile) oder die zweifarbige Lackierung mit schwarzem Dach bzw. der ebenso schwarz lackierten Motorhaube zeigen den Premium-Charakter des Fahrzeugs.






Interieur: Hochwertige Verarbeitung bis ins kleinste Detail
Auch im Interieur geht es sehr edel weiter. Die Sitze mit integrierter Kopfstütze verfügen je nach Ausstattungslinie über eine Heiz-, Kühl- und Massagefunktion. Bei winterlichen Temperaturen kann sogar ein Nackenwärmer aktiviert werden, den man sonst nur aus Cabrio-Modellen kennt.
Nähte im Perlstich sind auch im DS N°7 zu finden, welche per Handarbeit nur bei DS Automobiles zu ordern sind. Dazu gesellt sich Echtholz und Echtleder, die selbst bei anderen Premium-Modellen nur gegen saftigen Aufpreis erhältlich sind.
Großes Kino bietet nicht nur das riesige Panorama-Glasdach, auch bei Kopf- und Beinfreiheit gibt es großes Lob zu vermelden, selbst Kollegen mit 1,90 Meter vermelden hier nichts Gegenteiliges.
Beim Kofferraumvolumen ist man bereits in der Basis bei 560 Liter, nach umlegen der 40/20/40 teilbaren Rückbank sind es bis zu 1.570 Liter.
Ein weiterer Pluspunkt ist die gute Dämmung des Cockpits, dazu gesellt sich ein 3D-Soundsystem von Focal mit 690 Watt.



Modellvarianten und Preise
Die Elektroversion ist in drei Versionen zu ordern. Den Einstieg bildet die E-Tense FWD Version mit einem 74 kWh Akku. Darüber hinaus ist die Long Range Version platziert, die Akku-Kapazität liegt bei 97 kWh.
Die Topversion verfügt ebenfalls über das große Akku-Paket, aber verfügt über zwei E-Motoren und Allradantrieb. Mit der Long Range Version mit Heckantrieb sollen bis zu 740 km laut WLTP möglich sein, DS zeigte stolz einen Autobahn-Test, wo 480 Kilometer bei 130 km/h ohne Ladestopp gefahren wurden. Geladen wird mit maximal 160 kW, damit benötigt man von 20 bis 80 Prozent 27 Minuten.
Für Verbrenner-Fans bietet DS das neue Modell auch als Mildhybrid-Version mit einer Systemleistung von 145 PS an, die der Dreizylinder-Turbobenziner an den Tag legt. Dank 55 Liter Tank gibt der französische Hersteller eine Reichweite von über 1.000 Kilometer an. Die 10,4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo einhundert wirken wohl etwas zäh, aber hiervon werden wir uns noch ein Bild im Alltag machen. Bereits der kleine Bruder konnte als Mildhybrid-Version im Test mit gleicher Motorisierung überzeugen, sofern man elegant und komfortabel unterwegs sein mag. Für Dynamik-Fans bietet DS eine Allradversion mit 350 PS an, der Sprint auf Tempo einhundert gelingt hier in nur 5,4 Sekunden.
Der Mildhybrid startet bei € 41.900, die Mildhybrid-Topversion kostet € 54.000.
Der Vollzeit-Stromer mit dem kleinen Akku startet bei € 51.500, die Topversion davon kostet € 61.500.
Für den größeren Akku zahlt man in der Basis € 56.000 – die Topversion steht mit € 67.500 in der Preisliste.
Die Allradversion beginnt bei einem Einstiegspreis von € 60.000, die beste Version kostet € 70.500.
Erste Fahreindrücke
Die erste Testfahrt im Umkreis von Krems in Richtung Waldviertel und retour konnte das 4,66 Meter SUV (in unserem Fall die vollelektrische Version mit dem kleinen Akku) mit hohem Komfort und erstklassigen Verbrauchswerten punkten. An das X-förmige Volant muss man sich gewöhnen – auch an die Dosierung des Bremspedals, wenn man nicht die volle Rekuperation auskostet, es wirkt teilweise schwer dosierbar. Dies werden wir im Zuge eines Praxistests noch genauer unter die Lupe nehmen.
Der erste Eindruck täuscht nicht, denn der DS N°7 überzeugt mit einem fairen Preisgefüge, umfangreichen Ausstattungspaketen, sehr hochwertiger Verarbeitung und jeder Menge Komfort.
(c) Bilder: Christian Houdek
