Zum Jubiläum der Marke hat man den Fabia mit zusätzlichen Sportgenen ausgestattet. Diese Zahl des sportlichen Modells bezieht sich nicht nur auf die Jahreszahl des Markenjubiläums, sondern auch auf die Leistung (in kW).
Sprich 130 kW / 177 PS in einem Fabia. Damit ist diese Jubiläumsversion auch der stärkste Fabia aller Zeiten. Er beschleunigt sogar flotter als der frühere Fabia RS.
Aber steckt hier mehr dahinter als ein paar Pferdchen und Aufkleber mehr?
Exterieur: Zusätzliche Dynamik so weit das Auge reicht!
Bereits beim Exterieur sticht der 130er sofort ins Auge. Hinter den 18-Zoll Alus sind rote Bremssättel angebracht, am Heck sorgt ein Spoiler und zwei echte Endrohre für ein sportliches Auftreten. An der Front als auch am Heck wurden die Scheinwerfer abgedunkelt und zusätzlich verfügt man über eine spezielle Frontspoiler-Lippe und ein um 15 mm tiefergelegtes Fahrwerk. Das Dach und deren Säulen sind in schwarz gehalten und verleihen somit noch mehr Sportlichkeit.








Interieur: Trotz Sportlichkeit auch jede Menge Platz!
Die sportliche Note darf klarerweise auch im Innenraum des Jubiläumssportlers nicht fehlen. Deshalb nimmt man auf Sportsitzen mit integrierter Kopfstütze Platz und fasst auf ein griffiges Sportvolant.
Manche würden meinen, dass der Fabia bei der Bedienung etwas ins Alter gekommen sei – wir finden das nicht weiter tragisch und freuen uns über eine äußerst intuitive Bedienung. Die Klimaeinheit verfügt noch über Drehregler für die Einstellung der Temperatur und auch am Volant sind noch haptische Bedienelemente vorhanden. Bei der digitalen Infotainment-Einheit ist die Strukturierung ebenso logisch aufgebaut, sodass auch hier eine intuitive Bedienung möglich ist.
Lobenswert sind auch die Kopf- und Beinfreiheit in beiden Reihen. Auch beim Ladevolumen wurde nicht gespart – 380 Liter stehen bereits in der Basis zur Verfügung, klappt man die Rücksitzbank um, so sind es bis zu 1.190 Liter. Nicht zu vergessen auf die markentypischen Simply clever Features. Verbesserungsbedarf gibt es bei der Auflösung der Rückfahrkamera als auch bei so manchen Stellen des Innenraums bei der Materialwahl.












Fahrverhalten: Quirliger Jubiläumskracher!
Als Herzstück agiert der bereits bekannte 1,5-Liter Vierzylinder-Turbobenziner mit den bereits erwähnten 130 kW/ 177 PS, wohlgemerkt ohne jegliche (milde) Hybridisierung. Die Kräfte werden via 7-Gang DSG an die Vorderachse weitergeleitet. Aus dem Stand auf Tempo einhundert geht es in nur 7,4 Sekunden, hier kommt dem sportlichen Fabia das Leergewicht von 1.270 kg zugute.
Das Drehmoment bleibt mit 250 Nm wie bei der Monte Carlo Version unberührt, jedoch liegt dieses beim 130er bis 4.000 U/min an.
Passt aber gut, denn im Alltag glänzt der Fabia mit dem nötigen Komfort und der Effizienz (Stichwort Zylinderabschaltung im alltäglichen Betrieb) und beim Wechsel in den Sportmodus verwandelt man ihn zum Kompaktflitzer. Im Schnitt konnten wir 6,2 Liter pro 100 Kilometer von Display ablesen, womit man sich recht nahe der Werksangabe bewegt.
Kein Grund zur Sorge sollten die Tieferlegung als auch die 18-Zöller machen, denn es besteht noch immer reichlich Restkomfort.
Das Jubiläumsmodell kommt aber nicht nur mit einer Leistungssteigerung daher, es wurde auch in der Hardware modifiziert. Der Ansaugkrümmer kommt aus dem Superb, Schwingungsdämpfer und Kipphebel wurden ebenso optimiert und wurden von stärkeren Modellen adaptiert.
Speziell im Sportmodus merkt man, dass der stärkste Fabia deutlich dynamischer abgestimmt ist. Das ESP kann hier ein wenig entschärft werden ohne es komplett zu deaktivieren und eine sogenannte Rev-Match-Funktion sorgt beim Runterschalten der Gänge für Zwischengasstöße.
Im kurvigen Hinterland sorgt der sportliche Tscheche für jede Menge Fahrspaß – die Lenkung wirkt präzise und sorgt für reichlich Feedback, das Fahrwerk wurde ideal zwischen Sportlichkeit und reichlich Restkomfort abgestimmt. Gerne dürfte speziell im Sportmodus noch ein wenig mehr Motorklang aus der Abgasanlage herbeiklingen. Schade, dass es die Schaltpaddles am Sportlenkrad nur gegen Aufpreis gibt.
Preislich differenziert man sich ganz schön von der Einstiegsversion, dafür gibt es auch nahezu eine Vollausstattung und motorsportliches Knowhow für den Alltag.
Unser Fa(hr)zit:
Mit dem Fabia 130 hat Skoda nicht nur den stärksten Fabia in der Markengeschichte auf die Räder gestellt, es wurde im Vergleich zum Monte Carlo nochmals Feinschliff an zahlreichen Stellen betrieben. Speziell im Sportmodus merkt man die Unterschiede deutlich. Aber keine Sorge, denn auch im Alltag ist der Fabia 130 trotz seiner sportlichen Abstimmung kein reinrassiger Sportler. Neben den zahlreichen, sportlichen Details verfügt man dennoch über ein luftiges Raumverhältnis und eine intuitive Bedienung. Verbesserungsbedarf gibt es bei der Auflösung der Rückfahrkamera als auch bei der Materialwahl im Interieur an so manchen Stellen. Mit rund € 37.000 ist der Fabia schon eher am oberen Ende als sportlicher Kleinwagen platziert. Schade finden wir, dass es in der Topversion nochmals Platz für optionale Features gibt.
Factbox: Skoda Fabia 130
Motor/Antrieb
Motor: 1,5 l–Vierzylinder Turbobenziner
Hubraum: 1.498 ccm
Leistung kW/PS: 130 kW / 177 PS
Drehmoment: 250 Nm zwischen 1.500 U/min und 4.000 U/min
Antrieb: Front
Getriebeart: 7-Gang DSG
0-100 km/h: 7,4 Sekunden
V-Max: 228 km/h
Verbrauch/Umwelt
Werksangabe – kombiniert l/100 km: 5,5-6,0
Gas-Junky-Test – Durchschnitt l/100 km: 6,2
CO2 Emissionen nach WLTP: 124-135 g/km
Bremsen/Felgen/Reifen
Bremsen: Scheibenbremsen (innenbelüftet)
Felgen/Reifen: 215/40 R18
Gewicht und Maße
Leergewicht: 1.270 kg
L/B/H: 4,108 m /1,780 m /1,459 m
Radstand: 2,564 m
Kofferraumvolumen: 380-1.190 Liter
Tankinhalt: 50 Liter
Kraftstoff: Super 95
Preise
Skoda Fabia erhältlich ab: € 20.960,-
Skoda Fabia 130 erhältlich ab: € 37.320,01
Preis Testfahrzeug inkl. NoVA und MWSt: € 37.006,58
Sonderausstattung:
Family-Bonus € -3.000
Telefonbox € 345,44
Travel- und Spurwechsel-Assistent € 345,44
Park & Go-Paket € 681,99
Infotainment 9-Zoll Navi € 876,30
Simply Clever Paket Ladeboden variable € 278,13
NoVA Abschlag €- 350
(c) Bilder: Sebastian Poppe

