SUV und Crossover? Bei Alpine kennt man diese Bezeichnungen nicht.
Man verwendet lieber den Begriff Sport-Fastback für das stärkste Serienmodell der Marke. Wir haben uns die neue A390 GT im Zuge der Roadshow geschnappt und diese im kurvigen Hinterland unter die Lupe genommen.
Exterieur: Sportler im Maßanzug!
Trotz großer Müdigkeit, jeder Menge Stau auf dem größten Parkplatz Österreichs und starker Bewölkung stechen die zahlreichen A390 in der Markenfarbe aus der Masse und sorgen für gute Laune. Die abfallende Dachlinie und die dynamische Linienführung lassen es bereits vermuten. Dennoch schwirren im Hinterkopf jede Menge Gedanken. Immerhin gab es noch keine Alpine, welche ein entsprechendes Platzangebot in beiden Reihen als auch im Laderaum zur Verfügung stellte. Umso erstaunlicher ist es, dass das neue Modell an die Grundprinzipien der Marke anknüpft und nicht nur mit einem einzigarten, sportlichen Design aus der Masse sticht.






Interieur: Hochwertige Materialwahl und Sportlichkeit bis ins kleinste Detail
Sportlich geht es auch im Interieur zu – nicht nur die dynamische Einrichtung überzeugt, auch die Materialwahl könnte kaum besser ausfallen.
Das Sportlenkrad liegt gut in der Hand und auch bei der Bedienung läuft alles logisch und intuitiv vom Band. Mittels des blauen Schalters kann die Rekuperation geschärft oder reduziert werden und per roter Taste wird die maximale Power abgerufen. Die sportlichen Gene sind also in keinster Art und Weise zu verheimlichen.
Dass die Hinterbänkler über 1,80 Meter wohl etwas das Haupt einziehen müssen, das werden die Passagiere gerne in Kauf nehmen.
Großes Kino bietet auch der Laderaum mit 532 Liter Fassungsvermögen, sodass die A390 problemlos auch als sportliche Alltagsversion eingesetzt werden kann.




Fahrverhalten und Technik: Leichtgewicht mit 400 Volt und jeder Menge Fahrspaß!
Die GT-Version leistet 400 PS, welche auf alle vier Räder weitergeleitet werden. Die neue A390 wird insgesamt von drei E-Motoren (einer vorne und zwei an der Hinterachse) befeuert. Mit einem Leergewicht von lediglich 2,1 Tonnen zählt die A390 ganz klar als Leichtgewicht unter den E-Sportlern. Damit geht es in nur 4,8 Sekunden auf Tempo einhundert und die V-Max beträgt 200 km/h.
Die Topversion (GTS) leistet 470 PS und 824 Nm, somit gelingt der 100er Sprint in nur 3,9 Sekunden und die Beschleunigung endet erst bei 220 Sachen.
Bei der Akkugröße verfügen beide Versionen über eine Netto-Kapazität von 89 kWh. Bei der Ladeleistung verfügt man bei der GT über 150 kW und die GTS zapft mit maximal 190 kW. Geladen wird in unter 25 Minuten von 15-80 Prozent.

Wie bereits das Außenkleid der A390 auf den ersten Blick verrät, so ist auch das Fahrverhalten abgestimmt. Man verzichtet auf eine Hinterachslenkung, adaptive Dämpfer oder andere Spielereien. Das Setup ist keinesfalls unnötig „brettelhart“, dennoch werden sportliche Kunden damit jede Menge Fahrspaß ernten.
Die Lenkung dürfte gerne im Sportmodus noch straffer wirken – immerhin spendiert diese jede Menge Feedback von der Fahrbahn. Auch auf flotte Richtungswechsel reagiert der Sport-Fastback keinesfalls überfordert, sondern mit hoher Präzision.
An der Vorderachse hat man eine 6 Kolben Bremsanlage verbaut und das Zusammenspiel mit der Rekuperation perfektioniert.
Bei Fahrten entlang kurviger Strecken merkt man auch, dass die A390 dank Active Torque Vectoring an der Hinterachse die Kräfte je nach Situation in Windeseile an das entsprechende Rad schupft und somit das Performance Level pusht.
Preise und Ausstattung
Die GT-Version kostet mindestens € 67.500 und steht bereits bei den österreichischen Händlern. Die Topversion kostet mindestens € 78.000 und wird zu einem späteren Zeitpunkt ausgeliefert werden, die Vorbestellung wurde bereits im Q1 eröffnet.
Die Serienausstattung umfasst eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, ein hochwertiges Audiosystem mit 13 Lautsprechern, ein digitales Cockpit inklusive integrierten Google Diensten, eine Wärmepumpe, jede Menge Sicherheitssysteme, Matrix LED-Scheinwerfer, Ambiente-Beleuchtung und vieles mehr.
Made in France.
Produziert wird die A390 in Dieppe, die Reifen werden von Michelin zugeliefert, das Soundsystem kommt von Devialet, das Chassis aus Le Mans und auch der Akku und die Motoren stammen aus Frankreich.
(c) Bilder: Thomas Cortesi for Alpine Communications
