Die Rüsselsheimer feiern 90 Jahre Kompaktklasse. Der Kadett-Nachfolger ist bereits seit 1991 eine fixe Größe im C-Segment.
Nun hat der Golf-Gegner eine umfangreiche Überarbeitungskur erhalten. Grund genug um das in Rüsselsheim gebaute Modell unter die Lupe zu nehmen.
Exterieur: Geschärftes Frontdesign
Bereits bei der Präsentation des Astra L war man auf die Front des Fahrzeugs sehr stolz. Der sogenannte Opel Vizor wurde nun überarbeitet und man hat das Markenlogo (bereits ab der Einstiegsversion) beleuchtet.
Auf Chrom-Applikationen verzichtet man, stattdessen spendiert man dem Fahrzeug mit schwarzen Applikationen noch mehr Kontrast und zugleich ein sportlicheres Auftreten.
Darüber hinaus ist erstmals das sogenannte Intelli-Lux HD Licht für den Astra erhältlich. Es ist die Rede von 51.200 Elementen der neuen Matrix LED Scheinwerfer. Ein wichtiger Sicherheits- und Komfortfaktor, welchen man hiermit nochmals erhöht. Die genauen Funktionen der neuen Scheinwerfer werden wir im Zuge einer Nachtfahrt bei unserem Praxistest genau unter die Lupe nehmen.





Interieur: Hoher Sitzkomfort und intuitive Bedienung
Großen Wert legt Opel weiterhin auf gute Sitze. In allen Versionen sind die sogenannten Intelli-Sitze verbaut – sodass man auch auf längeren Etappen mit reichlich Komfort verwöhnt wird. Ab der Ausstattungslinie Business sind sogar die AGR-zertifizierten Sitze verbaut.
Der Vergangenheit gehören auch Klavierlack-Oberflächen an, diese Maßnahme würde man sich auch bei zahlreichen anderen Herstellern dringend wünschen. Die Materialwahl im Innenraum ist ein bunter Mix, aber an den wichtigsten Stellen (die oft berührt werden) darf man sich keinesfalls beklagen. Großes Kino bietet man auch bei den Platzverhältnissen, sodass auch großgewachsene Passagiere in beiden Reihen komfortabel reisen.
Der 5-Türer bietet maximal 422 bis 1.339 Liter Fassungsvermögen, die Kombi Version 597-1.634 Liter.




Motorenpalette: Breites Antriebsspektrum!
Opel stellt auch bei den überarbeiteten Astra-Versionen eine breite Antriebspalette zur Verfügung. Soll heißen: Mildhybrid, Plug-in-Hybrid, Diesel und Elektro bilden die Qual der Wahl.
Die Elektroversion ist nun mit einem 58 kWh Akku ausgestattet (plus 4 kWh) im Vergleich zur Vorfaceliftversion. Hier profitiert man von einer 3-stufigen-Rekuperation über die Schaltwippen, eine V2L-Funktion mit bis zu 3,6 kW und eine serienmäßige Wärmepumpe. Die Ladeleistung ist mit 100 kW eher durchschnittlich.
Noch größere Unterschiede lässt sich die PHEV-Version anmerken. Die Akku-Kapazität hat man nun auf 17,2/14,2 kWh (brutto/netto) gesteigert, womit die rein elektrische Reichweite auf bis zu 84 km bzw. im urbanen Bereich bis zu 101 km (laut WLTP) erhöht werden konnte.
Eine DC-Ladefunktion ist hier nicht vorgesehen, die max. Ladeleistung beträgt 3,7 kW. Mittels optionalem Onboard-Charger kann an einer 22 kW Ladesäule auf 7,4 kW verdoppelt werden.
Die Systemleistung des 1,6-Liter Vierzylinders beträgt 196 PS, die Gangwechsel übernimmt eine Siebengang-Automatik.
Opel bietet mit einem 1,2-Liter Dreizylinder-Turbo-Benziner inklusive Mildhybrid-Technik eine gute Alternative für all jene Kunden, die ohne Ladezugang auskommen müssen/wollen. Das Aggregat verfügt über eine Systemleistung von 145 PS.
Darüber hinaus ist auch der Selbstzünder keinesfalls ein Auslaufprodukt. Opel bietet den Diesel ausschließlich für den Sportstourer an. Hier ist die Rede von einem 4-Zylinder mit 130 PS und 300 Nm. Das Aggregat ist an eine 8-Gang-Automatik gekoppelt.
Alle Antriebsversionen sind serienmäßig an ein Automatikgetriebe gekoppelt und die Kräfte werden ausschließlich an die Vorderachse weitergeleitet.

Erste Testfahrt: Opel Astra Sportstourer Hybrid
Für die erste Testfahrt haben wir uns die Kombi Version mit der Mildhybrid-Version geschnappt. Hier fällt sofort auf, dass Opel großen Wert auf eine intuitive Bedienung legt – womit auch zahlreiche, haptische Bedienelemente zur Verfügung stehen.
Das Fahrwerk ist doch etwas straffer abgestimmt ohne dabei den nötigen Komfort zu missen. Der Dreizylinder-Turbo ist keinesfalls untermotorisiert und auch die Automatik reagiert zügig.



Die Preise im Überblick
Die Aktionspreise betragen für den Hybrid € 21.990, den PHEV € 27.990 und die Elektroversion € 31.990.
(c) Bilder: Oliver Hirtenfelder
