Audi Creator Day: Audi Q3 im ersten Test und Audi RS 5 Premiere!

Die Ingolstädter sorgen mit der neuen Audi Q3 Generation für ordentlich Premium-Flair. Von Generation eins und zwei wurden mehr als zwei Millionen Einheiten weltweit abgesetzt. Mit rund 34.000 Fahrzeugen führt der Q3 in den letzten Jahren fast durchgängig die Zulassungszahlen bei Audi Österreich an.
Die dritte Generation knüpft mit großer Sicherheit an diese Verkaufserfolge an und bedient sich speziell bei Infotainment und Licht in deutlich höheren Segmenten. Daher haben wir uns im Zuge des Audi Creator Day die Einstiegs- als auch die Topversion geschnappt. Für ein paar Autobahn-Kilometer haben wir uns einen A6 Avant TDI geschnappt und über die Premiere des neuen Audi RS 5 haben wir Euch ebenfalls zu berichten.

Interieur: Mehr Platz, aber ohne Auswirkung auf die Bedienung

Vorerst gab es ja große Kritik für die Bedienelemente des neuen Audi Q3 neben dem Volant – immerhin will Bewährtes auch im Premium-Segment neu erfunden werden. Klar benötigt man hier eine kleine Eingewöhnungsphase – aber wir schätzen sehr, dass Audi noch auf haptische Bedienelemente setzt und uns nicht wie andere Hersteller selbst die Bedienung des Scheibenwischers in ein Untermenü der Infotainment-Zentrale packt. Die Argumentation von Audi für das neue, haptische Bedienelement klingt plausibel: Es ergibt sich somit mehr Stauraum in der Mittelkonsole.
Die Platzverhältnisse können sich ebenfalls sehen lassen – 488 Liter Stauraum bietet der neue Q3, nach Umlegen der Rücksitzbank sind es sogar 1.386 Liter. Sehr erwähnenswert ist, dass die Rückbank verschiebbar und in der Neigung verstellbar ist.

Erste Fahreindrücke: Mit Frischluft aus der Oberklasse!

Für die erste Ausfahrt haben wir uns die Einstiegsversion mit dem 110 kW / 150 PS starken 1,5-Liter Turbobenziner und Frontantrieb zur Brust genommen – ohne davor großartig auf die verschiedenen Antriebsversionen und Leistungsstufen zu achten. Jedenfalls fühlt sich der Q3 in dieser Version deutlich stärker motorisiert an – dank Mildhybrid-Technologie verhungert man beim Anfahren auch nicht am klassischen Turboloch.
An das neue Bedienkonzept der Lenkstockhebel gewöhnt man sich und auch bei der Materialwahl dürfen wir keinesfalls meckern. Für weitere, erste Fahreindrücke haben wir uns dann die Topversion mit 195 kW / 265 PS geschnappt. Wäre ja bitter, wenn der Topbenziner nicht nochmals deutlich besser im Futter stehen würde. Viel mehr haben wir auf die adaptive Dämpferregelung und das neue, digitale Matrix LED-Licht (mit 25.600 Mikro LEDs) geachtet und diese Features getestet. Audi lässt den Q3 mit diesen Features Oberklasse Luft schnuppern – ebenfalls mit dem volldigitalen Cockpit, welches dem Kompakt-SUV erstklassig steht.
Selbst bei schlechterer Sicht ist Verlass auf die neue Licht-Technik – und im Zuge des wohl heftigsten Wintereinbruchs seit langer Zeit haben wir auch die unschlagbaren Qualitäten des legendären quattro Antriebs sehr geschätzt.

Antriebsversionen: Die Qual der Wahl

Ein weiterer positiver Aspekt ist die breite Antriebspalette. Den Einstieg bildet ein Vierzylinder-Benziner mit Mildhybrid-Unterstützung mit 110 kW /150 PS. Ebenso liefert Audi den neuen Q3 mit einem 110 kW / 150 PS Zweiliter-Diesel aus. Darüber hinaus bieten die Ingolstädter einen 150 kW / 204 PS Zweiliter-Turbobenziner an. Der Topbenziner leistet 195 kW / 265 PS. Die Zweiliter-Turbobenziner verfügen über quattro Antrieb.
Die breite Antriebspalette wird durch eine Plug-in-Hybrid-Version (bei Audi e-hybrid genannt) mit einer Systemleistung von 200 kW / 272 PS abgerundet. Diese Variante verfügt über eine 6-Gang S tronic, die restlichen Versionen verfügen über einen Gang mehr.

Die Preise für den heimischen Markt wurden wie folgt festgelegt:

Audi A6 Avant quattro TDI: Business-Class

Neben der breiten Antriebspalette des neuen Audi Q3 hatten wir auch noch die Ehre den neuen Audi A6 Avant unter die Lupe zu nehmen. In der Testversion schlummerte der Zweiliter-Vierzylinder Diesel mit 150 kW / 204 PS und quattro Antrieb. Aus dem Drehzahlkeller liefert das Mildhybrid-System erstklassigen Schub und lässt den Business-Lademeister niemals angestrengt oder müde wirken. Auf Autobahn-Etappen erfreut man sich von höchstem Komfort, Bang & Olufsen Sound, bester Dämmung und hoher Effizienz. Die Bedienung via Touch über die riesige Infotainment-Zentrale wirkt intuitiv und reaktionsschnell. Über die speziellen Lenkradtasten gilt weniger Begeisterung.
Der Einstieg für den neuen Audi A6 Avant quattro TDI gelingt ab € 75.525. Mehr Fahreindrücke werden wir demnächst im Praxistest sammeln.

Audi RS 5 Avant und Limousine: Topmodell erstmals auch unter Spannung!

Mit dem neuen Audi RS 5 präsentieren die Ingolstädter ein unglaubliches Zusammenspiel aus Performance und Effizienz – ohne dabei zwei oder mehr Zylinder zu köpfen. Erstmals ist der RS 5 mit PHEV-Technik ausgestattet, sprich neben dem legendären 2,9-Liter-V6-Biturbo mit 375 kW / 510 PS und 600 Nm hat man dem Sportmodell auch eine 130 kW/177 PS starke E-Maschine (mit zusätzlich 460 Nm Drehmoment) in das Achtgang-Getriebe integriert.
Die Systemleistung beläuft sich auf 470 kW / 639 PS und optional kann die V-Max auf 285 Sachen erhöht werden. Der Sprint aus dem Stand auf Tempo einhundert soll in nur 3,6 Sekunden gelingen.
Die rein elektrische Reichweite im urbanen Bereich beläuft sich laut Hersteller auf mehr als 80 km, dank einem Hochvolt-Akku mit einer Nettokapazität von 22 kWh.
Hierzulande eine kluge Entscheidung, denn somit ist man auch von der Normverbrauchsabgabe befreit.
In aller Munde ist natürlich das Leergewicht von 2.370 Kilogramm des Audi RS 5 Avant. Klar sind das mehr als 500 Kilogramm im Vergleich des Vorgängers, dennoch wird das spezielle RS-Sportfahrwerk inkl. 2 Ventil Dämpfer Technologie gegenwirken und mit der sogenannten Dynamic Torque Control ein sehr dynamisches Fahrverhalten liefern.
Großes Kino bietet natürlich die breite Karosserie, die ovalen Endrohre der RS-Sportabgasanlage und die Matrix-LED Leuchten an der Front als auch die OLED-Heckleuchten.
Preise sind derzeit für den heimischen Markt noch nicht kommuniziert worden. Wir freuen uns jedenfalls schon auf den Erstkontakt und eine erste Testfahrt.

(c) Bilder: Werk, Oliver Hirtenfelder und Sebastian Poppe