Dass die Marke Jeep seit einiger Zeit ebenfalls in der Großfamilie des Stellantis Konzerns seine Heimat gefunden hat, ist wohl hinlänglich bekannt. Durch diesen potenziellen Rückhalt gestärkt, startet die bereits seit 85 Jahren für geländetaugliche Fahrzeuge bekannte Marke im Doppelpack einen Neustart in die Zukunft. So wird nämlich neben dem neu aufgelegten Dauerbrenner Jeep Compass auch der bislang noch völlig in Europa unbekannte Jeep Wagoneer S auch hierzulande seine Premiere feiern.
Welche ersten Eindrücke die Vorstellung mit kleiner Spritztour im Compass am Cobenzl in Wien bei uns hinterlassen hat, wollen wir nicht für uns behalten und einen Ausblick auf die beiden neuen Hauptprotagonisten der nahen Zukunft der Marke Jeep geben.

Exterieur: Neue Wege und unverkennbare Gene
Der neue Jeep Compass wirkt völlig neu, jedoch trotzdem auch irgendwie vertraut. Die in Länge und Breite deutlich gewachsene Neuauflage bringt mit dem nun noch moderneren Auftreten den Compass auf den Zahn der Zeit. Das C-Segment hat somit einen neuen Mitstreiter, welcher sich in der dritten Generation getrost den Nebenbuhlern stellen kann. Schön, dass dabei auch nicht die Funktionalität und der Schutz des Fahrzeuges abseits der Straßen auf der Strecke geblieben ist und ein spezielles AWD-Funktionsexterieur (Schutzverplankungen, Schutzleisten, Abschlepphaken) mit an Bord sind. Die Beleuchtungstechnik entspricht den modernsten Anforderungen und ist ebenfalls geschützt zurückversetzt und wohldurchdacht platziert worden.
Die Bodenfreiheit wird mit 200 mm moderat geländetauglich beziffert und der Überhang ist so gering, dass die Böschungen auch etwas steiler ausfallen dürfen.
Eben genau die Dinge, welche die Jeep-Gene verlangen, um nicht als herkömmlicher C-Segment SUV in der Masse zu verschwinden.
Der Jeep Wagoneer S hingegen ist als bärenstarker, dominanter SUV redlich bemüht seinen Auftritt standesgemäß zu gestalten. Die markante Front und das aerodynamisch-bullige Auftreten lässt die Blicke gerne länger verweilen. Die üppigen Abmaße und das für Jeep noch unbekannten Auftreten lassen vieles erwarten.



Interieur: Alles neu bei Jeep
Der Innenraum des frisch aufgelegten Jeep Compass ist völlig neugestaltet, digitaler und großzügiger angelegt. Im Fond stehen 20 mm mehr Beinfreiheit zu Buche und das Kofferraumvolumen ist ebenfalls um fast 50 Liter gewachsen. Es gibt auch deutlich mehr Stauraum für Alltagsgegenstände verteilt im Innenraum. Die Digitalisierung ist mit der Neuauflage endgültig im neuen Compass angekommen (Connect ONE-Paket) und bereits beim Einstiegsmodell gut ausgebaut. Die Armaturenlandschaft verfügt über ein 10,25-Zoll Kombiinstrument sowie über einen 16-Zoll Infotainment-Screen und ein Head-Up Display.
Mit dem Connect PLUS-Paket und der neuen Jeep App lassen sich von der Ferne Fahrzeugfunktionen verwalten und es ist sogar ChatGPT im Infotainmentsystem integriert. Beim Jeep Wagoneer S ist Standard bei weitem nicht genug. Alleine die Bildschirmfläche beträgt zusammengezählt 45-Zoll. Selbst der Beifahrer kann sich über einen eigenen Screen freuen. Fahrassistenten und vernetzte Dienste sind auf höchstem Level und sollen mit dem edlen Interieur und dem üppigen Platzangebot in dem fast 5 Meter langen SUV die Kunden der Oberklasse gekonnt ansprechen.





Antrieb: Von vollelektrisch bis zur freien Wahl
Der Jeep Wagoneer S wird nur als BEV erhältlich sein und soll mit 441 kW/600 PS für beeindruckende Beschleunigung, trotz der beachtlichen Größe sorgen. Beschleunigungswerte von 0 auf 100 Km/h in nur 3,5 Sekunden stehen im Raume. Zwei jeweils 250 kW Antriebsmodule an den Achsen sollen diese Werte verwirklichen und zugleich auch den Allradantrieb gewährleisten.
Für die schnelle und bequeme Stromversorgung steht eine 400 Volt Lithium-Ionen-Hochleistungsbatterie mit netto 100,5-kWh Kapazität zur Verfügung. Die genaue WTLP-Reichweite und der Verbrauch sind bislang leider noch nicht bekannt. Geladen soll jedoch laut Jeep in weniger als 25 Minuten von 20 auf 80 Prozent werden.
Beim Jeep Compass ist die Antriebspalette breiter gefächert und so kann im Moment zwischen den effizienten 1.2 e-Hybrid (Mildhybrid) FWD mit 107kW/145PS und dem vollelektrischen FWD mit 157kW/213 PS mit einer Reichweite von bis zu 500 Kilometern gewählt werden. Das Akkupaket beim Jeep Compass wird 74 kWh Speicherkapazität erhalten. Im Laufe dieses Jahres gesellt sich dann die Allradvariante 4xe mit einem Plug-In Hybridantrieb hinzu, um auch in diesem Segment wieder eine Allradversion anbieten zu können.




Preise
Der Einstieg in die neue Welt der Jeep Compass Familie beginnt mit dem Jeep Compass e-Hybrid bei 34.890 Euro und endet bei der vollelektrischen Variante, welche bei 44.180 Euro starten soll.
Für den bis zu 600 Pferdestärken kräftige Wagoneer S gibt es offiziell noch keine fixen Preise, jedoch wird hier mit Sicherheit ein Preis ab 70.000 Euro aufwärts zu Buche stehen.
(c) Bilder: Oliver Hirtenfelder für Stellantis
