BYD Seal 6 DM-i Touring: Lademeister hoch zwei

Bereits mit dem Seal U DM-i hat BYD die Vorreiter-Rolle am österreichischen Markt unter den Plug-in-Hybrid-Modellen übernommen (diesen Erfolg darf man BYD übrigens auch für BEV-Modelle zuschreiben). Und die nächste Doppelherz-Version wurde bereits enthüllt. Die Rede ist von dem neuen Seal 6 DM-i Touring. Einem Kombimodell mit 4,84 Meter Länge, welches mit „geringer“ Leistung des Verbrenners dank E-Motor keinesfalls verhungert – aber sehr effiziente Unterhaltskosten spiegelt und auch eine sehr attraktive Reichweite bietet (laut WLTP) sind es rund 1.350 Kilometer.

Interieur: Ordentlich Raum und volle Hütte!

Was gleich zu Beginn auffällt, dass der neue Kombi ordentlich Kopf- und Beinfreiheit bietet, sprich Hinterbänkler reisen ebenso sehr komfortabel.
Auch das Ladevolumen hinter der elektrischen Heckklappe (serienmäßig) mit 675 bis 1.535 Liter kann sich für einen PHEV-Lademeister sehen lassen. Dies gilt auch für die umfangreiche Ausstattung und die verarbeiteten Materialien.

BYD ist ja bekannt, dass die Fahrzeuge nahezu vollausgestattet sind, das ist auch beim Seal 6 DM-i Touring der Fall: Fahrer- und Beifahrersitz elektrisch verstellbar (sogar beheizt und belüftet), Lenkradheizung, Panoramadach inkl. Rollo, 360 Grad Kamera, kabelloses Laden, Apple CarPlay und Android Auto, Touchscreen je nach Ausstattungslinie 12,8 bzw. 15,6-Zoll, eine Agenda von Assistenzsystemen und sogar V2L ist ohne Aufpreis inklusive. Auf ein Head-up-Display, eine 3-Zonen-Klimaeinheit und Matrix LED-Scheinwerfer muss man leider verzichten.

Erste Fahreindrücke

Rund um Graz konnten wir dem neuen Kombi ein wenig auf den Zahn fühlen. Im Vergleich zum Seal U DM-i wurde die Lenkung mit deutlich mehr Präzision versehen, dies gilt auch für das Fahrwerk – ungewollte Wankbewegungen hat man reduziert, ohne dabei den Federkomfort dauerhaft auf „brettelhart“ zu stellen. Die Antriebseinheiten wirken harmonisch aufeinander abgestimmt. Allradversion gibt es leider keine.

Preise und technische Details im Vergleich

Zur Wahl stehen drei Ausstattungslinien: Boost, Comfort Line und Comfort.
Der Einstieg beginnt bei € 35.890, die Comfort Line kostet € 38.990 und die Topversion Comfort € 39.990.
Der wohl größte Unterschied zwischen der Einstiegsversion und den beiden „besseren“ Ausstattungslinien bezieht sich auf die Akkugröße.
Bei der Boost Version beträgt die Batterie-Kapazität der Blade Battery 10,08 kWh und bei den beiden anderen Versionen 19 kWh. Comfort Line und Comfort verfügen über eine AC-Ladeleistung von maximal 6,6 kW und DC 26 kW, die Einstiegsversion lediglich über AC 3,3 kW und eine elektrische Reichweite von 50 Kilometer.
Aber zurück zu Comfort Line und Comfort: die Schnellladung von 30-80 % gelingt in rund 26 Minuten laut Hersteller, darüber hinaus verfügen die beiden Versionen auch über eine serienmäßige Vehicle to load Funktion.
Der 1,5-Liter Vierzylinder Sauger liefert bei allen drei Versionen eine Leistung von 72 kW / 98 PS, womit auch die motorbezogene Steuer keine Unsummen ausmacht. Bei der Systemleistung liefert die Boost Version 135 kW / 184 PS und die beiden anderen Versionen 156 kW / 212 PS.
Die Reichweite laut WLTP liegt elektrisch bei 100 Kilometer, kombiniert bei 1.350 Kilometer. Wir freuen uns bereits auf einen Intensivtest mit dem neuen Lademeister.

(c) Bilder: Hersteller