VOLVO XC90 T8 Excellence – Dieser Schwede hat den Größten…

VOLVO XC90 T8 Excellence
Dieser Schwede hat den Größten…

…und ohne jetzt übertreiben zu wollen, so etwas haben wir wirklich noch nie gesehen.
Selbstverständlich reden (schreiben) wir hier von Luxus!
Was dachten Sie denn?

Wohl wahr – alleine die Optik des XC90 Excellence spricht nur eine Sprache. Nämlich eine sehr noble und vor allem pompöse. Das Onyx-Schwarz-Metallic in Kombination mit den polierten Alus und dem wuchtigen, sowie verchromten Kühlergrill – all das wirkt wie ein bestens gekleideter  Königshausvertreter, welcher eben ein bisschen viel auf den Hüften hat. Wobei – Schwarz macht ja bekanntlich schlank – jedoch passt das schon mit dem dicken Schweden, denn abgemagert wäre es ja kein XC90. Der muss einfach so aussehen!

Immer noch herrscht das Kantige außen vor – darf man designmäßig aber keinesfalls mit den 80er, 90er-Volvos vergleichen. Volvo geht, was die Optik betrifft einen eigenen Weg und lehnt sich hier nicht an die Konkurrenz an. Vor allem die Lichtsignatur der Fronscheinwerfer hat es uns angetan. Ein einmaliges Wiedererkennungsmerkmal – selbst wenn man nachts durch die schwedische Tundra fährt und es finster ist, wie in einem Bärenhintern, würde man den Volvo im Rückspiegel erkennen. Einfach großartig!

Sicherheit geht vor!

Volvo hat sich übrigens ein Ziel gesetzt, dass ab 2020 kein Mensch mehr in einem Volvo ums Leben kommen soll. Diese Mission wurde bereits mit dem Vorgänger XC90 erfüllt. Das Insurance Institute for Highway Saftey (IIHS) in Amerika veröffentlichte nun Statistiken zur Fahrzeugsicherheit. Demnach gab es kein einziges Todesopfer in dem großen Luxus-Elch.

Besser als der schwarze „Maßanzug“ des Schweden ist nur noch der Innenraum. Tür auf, ein Blick genügt und der Drops ist eigentlich schon gelutscht. Hier stimmt einfach alles! Und mit „Alles“ meinen wir auch wirklich alles.
Im Ernst jetzt: Wir haben wirklich versucht eine Stelle zu finden, welche nicht würdig verarbeitet wurde. Vergebens. Diese Stelle gibt es nicht. Keine Chance eine zu finden. Sogar die Materialauswahl  an den unteren Türverkleidungen ist mit Softtouch-Materialien versehen und wirkt sehr hochwertig. Himmel und Säulen sind in feinstes Alcantara gehüllt. Auch die Haptik des Handschuhfachs, welches wir immer in den anderen Modellen bemängelten, ist nun genauso hochwertig wie der Rest.

Das Nappaleder-Gestühl, das man beheizen, kühlen, unzählig elektrisch verstellen und welches noch dazu massieren kann, ist an Perfektion, eigentlich nicht mehr zu überbieten. Übrigens: Auch beide Mitfahrer im Fond kommen in den Sitzgenuss mit all seinen Features.
In puncto Bedienung ist nach einem kurzen Blick, zweimaligen Nicken und vier Mal Zwinkern alles logisch und übersichtlich. Anleitungen, zum Zusammenstellen von Bücherregalen schwedischer Einrichtungshäuser, sind wesentlich komplizierter.

Da haben wir doch glatt doch noch etwas gefunden, was man noch hätte „verbessern“ können. Für alles gibt es einen Knopf, Knöpferl oder Touchdisplay, sogar für das Öffnen des Handschuhfaches – und dann muss man doch tatsächlich das tolle Leder-Volant manuell mit so einem klobigen Hebel an der Lenkradnabe verstellen?
Nun gut, es wäre ja sonst kitschig, wenn wirklich alles perfekt wäre.

Gestartet wird der Volvo mittels Drehknopf „schwedenmäßig“ in der Mittelkonsole. Das zwei Liter Kompressor-Turbo-Hybrid-Herz des großen Elchs – mit 407 PS Gesamtleistung – schlägt zwar, aber erstmal vollkommen geräuschlos.

Den Automatikwahlhebel aus Oreffors-Glas auf „D“ und der Elch beginnt im Schleichmodus zu galoppieren. Erst nach einem beherzten Tritt aufs Gaspedal oder bei voll aufgeladenen Akkus ab 125 km/h, gesellt sich völlig unbemerkt der Benzinmotor dazu. Wobei, bis 125 km/h haben wir es rein elektrisch nicht geschafft – dies dürfte dann wohl nur unter den idealen (womöglich nicht wirklich reellen) Bedingungen möglich sein. Meist stößt das zwei Liter Aggregat irgendwo zwischen 60 und 80 km/h dazu.

Eine große Lobeshymne kann man dennoch nicht nur über das einzigartige Bowers & Wilkins Soundsystem abspielen, sondern diese gibt’s auch von uns.
Nämlich bezüglich der Verbrauchswerte.
Ein 2,5 Tonnen-SUV, mit über 400 Pferden, im Bereich von 8 bis 10 Liter zu bewegen ist ein absolut vertretbarer und toller Wert – auch wenn er nicht ganz den Herstellerangaben entspricht.

Der Schwede fährt sich übrigens auch genauso wie er aussieht. Elegant und gediegen, könnte man sagen – unterstützt wird die Geschmeidigkeit von der smooth schaltenden tollen 8-Gang-Automatik. Obwohl – komfortabel ist eigentlich untertrieben – das Luftfahrwerk trägt einem förmlich wie mit Samthandschuhen über den Asphalt. Klar, dass der XC90, trotz Dynamic-Modus, kein Sportler ist. Für schnelle, enge Kurven ist so ein „dicker Elch“ dann doch nicht gemacht.  Obwohl die 400 Nm, plus die 240-extra-Newtonmeter des Elektromotors, lehren beim Ampelsprint auch so manchen Sportwagenfahrer das Fürchten.

Ganz wichtig bei ein bisschen Übergewicht – wieder zum Stillstand kommen. Die Bremsen könnten gefühlt ein wenig schneller zupacken, doch bei einem ordentlichen Drücker auf’s Bremspedal steht der Volvo in Schwedenmanier: Schnell und sicher.

Doch eigentlich möchte man den XC90 Excellence gar nicht fahren.
Viel lieber möchte man gefahren werden und sich im Fond dem Luxus hingeben. Per Touchdisplay kühlt man sich schon mal den „Sprudel“ im Kühlschrank vor. Anschließend klappt man lässig das hochwertige Tablett aus der Mittelkonsole über seine Füße. Ein gutes Buch darauf gelegt – die mitgekühlten Orrefors-Sektflöten in die davor gesehenen Halterungen gesteckt und schon kann man es sich so richtig gut gehen lassen. Nebenbei massiert einem auch noch Mr. Nappaledersitz angenehm den Rücken durch.

Dieser Abschied von dem Schweden mit dem „Größten“ fiel uns wahrlich nicht leicht. Ob es irgendwo da draußen noch einen mit einem Größeren gibt? Wir wagen dies zu bezweifeln…
…und wieder reden wir hier von Luxus!

WIR BEDANKEN UNS HERZLICHST BEI:
„InterContinental Wien“ für die zur Verfügung gestellte Zeit und die wunderbare Location!
www.vienna.intercontinental.com 

Mein FAZIT:

Was mich begeistert:
Die Verarbeitung und Materialauswahl.
Das leise, komfortable Dahingleiten.
Die Optik und der luxuriöse Auftritt.

Was ich mir noch wünschen würde:
Eine elektrische Lenkradverstellung (Hey! Wenn dann schon das volle Programm!)
Einen Chauffeur
Nette Gesellschaft neben mir im Fond

Factporn:

Modell: Volvo XC90 T8 TWIN ENGINE AWD Elegance
Motor / Antrieb: 4-Zylinder Reihe, Twincharger (Turbo+Kompressor)
Hubraum / Verdichtung: 1.969 ccm3 / 10,3:1
Leistung  kW /PS (Gesamt): 235 kW / 320 PS plus 65 kW / 87 PS Elektromotor
(300 kW / 407 PS)
Drehmoment: 640 Nm bei 2.000 U/min
Antrieb: Allradantrieb AWD
Getriebeart: 8-Gang-Geartronic
0-100 km/h: 5,8 Sekunden
V-Max: 230 km/h
Verbrauch Werksangabe – Stadt/Land/kombiniert, l/100 km: – / – / 2,1
Verbrauch Test – Durchschnitt: Zwischen 8 und 10 Liter
Leergewicht:
2.350 kg
L/B/H: 4,950 / 2,140 / 1,776 (Meter)
Radstand: 2,984 (Meter)
Räder/Felgen: 8-Speichen-Design Diamantschnitt mit Bereifung 275 /40 R21
Wendekreis: 11,8 m
Fahrwerk: Adaptives Luftfahrwerk
Kofferraumvolumen: 640 Liter
CO2 Emissionen:
49g/km
Tankinhalt:
70 Liter
Kraftstoff:
Super, Super Plus
Volvo XC90 zu haben ab: 65.852 € (Momentum, D5)
Basispreis Volvo XC90 Ecellence:
113.550 €
Preis Testfahrzeug inkl. NoVA und Mwst: 114.630 €

Sonderausstattung:

Metallic-Lackierung: Onyx Schwarz Metallic 1.080,- Euro

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