…und zurück!

Mit Sicherheit sind auch Sie schon einmal gemütlich an einem Sonntagabend vor dem Fernseher gesessen und stolperten beim durchzappen der Programme über eine Doku, wo irgendwelche Abenteuerlustigen, eine Reise um den Globus machten.

So geschehen auch letztens bei mir – ich weiß nicht mehr genau welcher Sender, aber das tut ja auch nichts zur Sache. Ich liege also zusammengekauert auf dem Bett, eine Tasse Tee in der Hand und blieb bei dieser Dokumentation hängen. Sehr interessant kann ich Ihnen sagen – die ganzen Strapazen, welche die Leute auf sich nehmen um ihr Ziel zu erreichen.

Und ein Problem trat immer wieder auf – ja es zog sich sozusagen durch die gesamte Doku. Nämlich – ein liegengebliebenes Auto, ein steckengebliebenes Auto, ein Auto das immer wieder Probleme machte.
Als kleiner Abenteurer und Adrenalinjunkie, philosophierte ich natürlich gleich mal drauf los, wie interessant doch so „einmal um die Welt“ sein muss. Verschiedene Kulturen, viele verschiedene Leute, einzigartige Landschaften und klimatische Bedingungen. Zu meisternde Herausforderungen und ein einmaliges Erlebnis, an welches man sich bestimmt gerne zurückerinnert, an seinen alten Tagen.

Doch eine Frage – die wohl wichtigste Frage überhaupt – blieb vorerst offen. Welches Fahrzeug wählt man für so eine Rundreise?

Um ehrlich zu sein – ich kam vorerst auf keinen grünen Zweig. Wählt man ein SUV? Einen waschechten Geländewagen? Ein Sportcoupe? Einen Kombi? Die meisten würden wohl zu einem Geländewagen tendieren.

Dennoch ist es so, dass man bei so einer Weltreise ja wohl eher nur zu einem geringen Prozentsatz, extrem unbefestigte Straßen vorfindet.
Es wird überwiegend Langstrecken geben, womöglich auch sehr kurvenreiche Strecken. Möchten Sie das mit einem schnöden, lahmen Geländeauto fahren? Ich nicht.
Die wichtigsten Kriterien waren schnell zusammengetragen – Zuverlässigkeit, ausreichend Platz, ein guter 4-Radantrieb, genügend Bodenfreiheit, Komfort (man möchte ja nach der Weltreise nicht Stammgast beim Chiropraktiker werden), Sicherheit – diese sollte ein Muss sein und natürlich ausreichend Power unter der Haube, um auch entsprechend flott vorwärts zu kommen.
Also für welches Auto entscheidet man sich nun?

Die Frage, die mir nicht aus dem Kopf ging – bis…

…man mir einen Subaru Outback als Testwagen vor die Tür stellte. Auf den ersten Blick wirkt der japanische höhergelegte Kombi jetzt nicht ganz so aufregend wie vielleicht manche Mitbewerber – aber nach einer Woche intensiven Testens stand es für mich außer Frage:

DAS ist das Auto, welches ich für mein Globus-Abenteuer auswählen würde.

Das Exterieur des Outback wirkt auf mich zeitlos, elegant mit einem Hauch von Sportlichkeit. Vor allem die Front mit den böse wirkenden „Greifvogel-Augen“ und die großen, runden Nebelscheinwerfer, welche an die guten alten Rally-Zeiten erinnern, haben es mir angetan. Rund herum gibt es robusten und schützenden Kunststoff, falls es mal eng wird oder die Bodenfreiheit nicht mehr ausreicht. Das Gesamtpaket wirkt stimmig und solide – Subaru-typisch eben.


Im Cockpit platzgenommen wird man kurzzeitig von der Vielzahl an Knöpfen erschlagen – was auf den ersten Blick überladen wirkt, entpuppt sich nach einer kurzen Eingewöhnung, als sehr praktisch und durchdacht. Um ehrlich zu sein, dürfte es eigentlich in jedem Auto so sein. Das 8-Zoll-Touchdisplay des Infotainmentsystems enthält genau die Features, die es enthalten soll. Klimaeinstellungen, Cockpitdimmer, sowie das Deaktivieren von Sicherheitsassistenten beziehungsweise der Start-Stopp-Funktion findet man schnell und bequem per Knopfdruck vor sich. Genau so soll es sein – kein ewiges rumgetippse in irgendwelchen Untermenüs am Bildschirm. Bravo!

Die Verarbeitung muss man erneut, wie auch schon bei den anderen aktuellen Modellen loben. Eine gute, robuste Materialauswahl – knarzen, knirschen oder klackern gibt’s hier nicht. Auch nicht wenn man über Stock und Stein oder Kraut und Rüben pflügt. Das Volant ist qualitativ höchste Güteklasse, griffig und stylisch. Die Armaturen übersichtlich und auch die Rundumsicht ist großartig.
Das Gestühl ist zwar sehr bequem und für Fahrer, sowie Beifahrer elektrisch verstellbar – ideal um Kilometer für Kilometer schmerzfrei herunterzuspulen, jedoch fehlt es leider am Seitenhalt, welchen man dann spätestens abseits der Straßen, bei Steigung und Schräglage, vermisst.

Das allerwichtigste bei so einer langen und vielleicht auch nicht ganz ungefährlichen Reise ist natürlich Sicherheit. Hier ist Subaru mit dem – perfekt funktionierenden – EyeSight-System ganz vorne mit dabei. Die Eigenschaften der Stereokamera, welche unter der Frontscheibe verbaut ist, sind mit dem menschlichen Auge vergleichbar. Da die Kamera ein räumliches Bild erzeugt, können im selben Arbeitsschritt Objekte identifiziert und zugleich die Entfernung verglichen werden. Des Öfteren haben wir uns schon von diesem genialen System überzeugen dürfen.

Ein weiteres Kriterium für die Weltreise ist natürlich Platz. Schließlich muss man sich mit allerlei Dingen eindecken, wenn man so ein Abenteuer angeht. 1.850 Liter, bei umgeklappten Rücksitzen ist dann schon eine Ansage. Das reicht für Sack und Pack und gegebenenfalls sogar, um auch noch im Japaner zu nächtigen.

Ob kurvig und schnell oder Stock und Stein – es war immer pipifein…

Per Knopfdruck erweckt man den 2.5 Liter Boxermotor – ohne Aufladung – zum Leben. Wie von dem japanischen Allradspezialisten gewohnt, schnurrt dieser vibrationsarm, mit dem gewissen Etwas, angenehm vor sich hin. 175 Pferde mit 235 Nm Drehmoment werden auf alle Viere losgelassen. Womöglich denken sich jetzt viele – so wie auch ich anfangs – „Ob diese ausreichen für 1,6 Tonnen und Allrad?“.

Nach einem kurzem Gasstoß kommt allerdings schon das Aufatmen. Das stufenlose Lineartronic-Getriebe mit sieben simulierten Gängen bringt die Kraftentfaltung perfekt auf die Straße. Der Japaner besticht durch eine äußerst scharfe Gasannahme und gute Getriebeabstufung. Hinzu kommt, dass der Outback äußert gutmütig und sehr spurstabil ist. Selbst bei deaktivierter Stabilitätskontrolle fährt sich der Subaru immer noch wie auf Schienen.
Das Fahrwerk wirkt auf den ersten Metern recht smooth und sehr komfortabel, was sich jedoch nicht ganz bewahrheitet. Irgendwie haben es die Ingenieure geschafft, dass man einen wunderbaren Spagat zwischen Komfort und Sportlichkeit vermittelt – denn selbst Serpentinen und ein wenig Bleifuß hinzu, kommt dem Japaner sehr gut. Kaum Wankverhalten  und um zu Untersteuern oder Übersteuern, muss man sich dann schon an die Grenzen der Physik begeben.

Ein großes Lob verdienen auch die Bremsen, welche auch bei hohen Bremsscheiben-Temperaturen noch gut verzögern und so jeden Abenteurer sicher zum Stillstand bringen.

Auf allen Vieren…

…ein Punkt auf meiner Liste war auch, dass das Fahrzeug über einen ausgeklügelten Allradantrieb verfügen muss. Und da wir uns nicht nur auf ein Emblem am Heck des Autos verlassen, musste der Outback natürlich auch ins Outback.

Eigentlich sind Testfahrten im Winter meist nicht so prickelnd – Das Wetter ist mies, die Winterreifen verderben einem die Laune in schnellen Kurven und wenn dann auch noch das Tauwetter loslegt, ist alles weich, nass und glitschig.

Außer man verfügt über einen Subaru als Testwagen – dies ist im Winter einfach nicht zu toppen.

Und wie es der Zufall will, mussten wir bei diesen Bedingungen testen. Während ich beim Fotografieren zweimal ausgerutscht bin und die Waschmaschine anschließend Überstunden machen musste, erledigt der japanische Allrad-Kombi seine Sache wesentlich besser. Selbst eine Steigung von 15% bei unbefestigten und schmierigen, teils noch mit Schnee bedeckten Untergrund stellten keine Herausforderung dar. Ganz entspannt war dann übrigens die Bergabfahrt. Einfach den X-Mode Knopf drücken, Füße von den Pedalen nehmen, nach vorne schauen und lenken. Alles andere regelt die Elektronik des Symmetrical AWD – und das macht sie perfekt.

Zum Schluss bleibt nur ein kleiner Wehrmutstropfen – nämlich der Spritverbrauch. Im Test genehmigte sich der „Hinterländer“ nämlich 9 bis 10 Liter Super – dies ist leider nicht ganz „up to date“, wie man so schön sagt.

Dennoch…
…der Subaru Outback wäre das Fahrzeug meiner Wahl, weil er einfach ein Multi-Talent ausstrahlt. Ausreichend Power, gute Beschleunigung, Langstreckentauglichkeit, aber er bringt auch Spaß in schnellen Kurven mit sich. Genügend Platz, einen tollen Allradantrieb und das der Japaner zu den Zuverlässigsten Fahrzeugen zählt, das wissen alle, die einen besitzen oder besaßen.

Ach ja!
Falls man bei Subaru jetzt darüber nachdenken sollte, so eine Reise zu organisieren. Ich melde mich schon einmal freiwillig als Fahrer im Outback an.

Mein FAZIT:

Was mich begeistert:
Toller Allrad und gute Sicherheitsfeatures
Spagat zwischen Komfort und Sportlichkeit
Solide Verarbeitung

Was ich mir noch wünschen würde:
Mehr Seitenhalt
Niedrigeren Durchschnittsverbrauch
Eine Weltreise 😉

Technische Daten – Subaru Outback 2.5i Premium:

Motor / Antrieb

Motor: 4 Zylinder Boxer, Multipointinjection, DOHC, 16 Ventile Hubraum / Verdichtung: 2.498 ccm3 / 10,3:1
Leistung  kW /PS (Gesamt): 129 kW / 175 PS bei 5.800 U/min
Drehmoment: 235 Nm bei 4.000 U/min
Antrieb: Frontantrieb
Getriebeart: Lineartronic stufenloses Getriebe mit 7 Schaltstufen.
0-100 km/h: 10,2 Sekunden
V-Max: 198 km/h

Verbrauch / Umwelt

Werksangabe – Stadt/Land/kombiniert, l/100 km: 8,9 / 6,5 / 7,3
Gas-Junky-Test – Durchschnitt l/100 km: 9,5
CO2 Emissionen: 166g/km nach EC 715/2007 – 2017/1151.

Fahrwerk / Reifen / Bremsen

Vo. Achse: Einzelradaufhängung, MacPherson-Federbeine
Hi. Achse: Einzelradaufhängung mit Doppelquerlenkern im Mehrlenkerverbund
Bremsen:
VA:
Innenbelüftete Scheibenbremsen
HA: Innenbelüftete Scheibenbremsen
Felgen / Reifen: 225/60 R18

Gewicht und Maße

Leergewicht: 1.623kg
L/B/H: 4,820 / 1,840 / 1,605 (Meter)
Radstand: 2,745m
Wendekreis: keine Angabe
Kofferraumvolumen: 459 bis 1.848 Liter
Tankinhalt:
60 Liter
Kraftstoff:
Super 95

Preise

Subaru Outback zu haben ab: 36.990 €
Basispreis Subaru Outback Premium:
41.990,- €
Preis Testfahrzeug inkl. NoVA und Mwst: 41.990,- €

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