Der Toyota Aygo wird seit Juli 2005 vorwiegend für den europäischen Markt gefertigt und ist das kleinste Modell des japanischen Herstellers. Der Aygo baut auf derselben Plattform wie der Citroen C1 und der Peugeot 108 auf und läuft in Kolin (Tschechien) vom Band. Daher ist von diesem Modell auch keine, wie für Toyota typisch, Hybrid-Variante erhältlich. Der Aygo spricht vor allem die jugendliche Zielgruppe an. Bereits seit 2014 ist nun die zweite Generation des Toyota Aygo bei den Händlern erhältlich. Diese wurde überarbeitet und im März 2018 am Genfer Autosalon der Öffentlichkeit präsentiert.

Aber was bedeutet der Name Aygo eigentlich? Aygo soll so viel wie I go, also ich gehe, ich fahre bzw. ich bin mobil, aussagen.

Farbenfrohes Exterieur

Die neu überarbeitete markante Front des Aygo ist durch das „X“-Design, die neuen Frontscheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht und den zusätzlichen, schwarzen Akzenten gekennzeichnet. Eine besonders auffallende Optik, sowie ein farbenfrohes Design verleiht die Karosseriefarbe Magenta in Kombination mit dem schwarzen Dach. Farbig absetzbare Teile wie die untere Kühlergrilleinfassung an der Front, die seitlichen Stoßleisten oder die Außenspiegel peppen den City-Flitzer sichtlich auf. Passend dazu rollt der Aygo auf 15-Zoll-Leichtmetallfelgen in Schwarz und die Heckleuchten mit LED Lichtsignatur wirken sportlicher und aggressiver. Das Testmodell ist ein Fünftürer, wobei die beiden hinteren Türen etwas kleiner und mit abgedunkelten Scheiben ausgestattet sind. Für Frischluft müssen die hinteren Fenster etwas altmodisch ausgestellt werden.

Wie sieht es nun innen aus?

Der Zugang zu unserem Aygo in der Ausstattungslinie x-cite erfolgt schlüssellos mittels Keyless-System. Sofort nach dem Öffnen der Fahrertür sticht einem auch im Inneren des Aygo der Farbton Magenta ins Auge. Dies ist ein erfreulicher Kontrast zu den großen Klavierlack-Flächen. Die Lüftungsdekorringe und auch die Einfassung der Fußmatten im Farbton Magenta sind ein echter Hingucker. Das Interieur ist eher schlicht gehalten und wirkt nicht überladen. Der zentrale Blickfang ist eindeutig der gut ablesbare Tacho und links davon wird die Drehzahl des Saugbenziners in digitaler Form präsentiert. Das Multifunktionslenkrad liegt gut in den Händen und beinhaltet Bedienelemente für die Multimediaanlage und das Telefon.

Das 7-Zoll-Display ist gut ablesbar, leicht zu bedienen und serienmäßig in der bereits genannten Ausstattungslinie mit an Bord. Schade finden wir, dass der knallige City-Flitzer leider über kein Navi verfügt, dafür wird mittels Apple Carplay und Android Auto ausgeholfen. Loben muss man auch das Infotainment-System, denn die einzelnen Funktionen sind simpel zu bedienen und auch die Touchbefehle werden in Windeseile umgesetzt.

Die Stoffsitze erscheinen im sportlichen Look, mit integrierter Kopfstütze und der Seitenhalt des Gestühls könnte für dieses Segment nicht besser ausfallen. Die Platzverhältnisse vorne sind ausreichend, im Fond jedoch wird es ein wenig eng, doch man muss bedenken, dass man es hier mit einem Kleinwagen zu tun hat. Ach ja, es ist auch zu beachten, dass der Aygo nur ein Viersitzer ist.

Ein weiteres Highlight im Innenraum ist der Ring auf dem Schaltknauf in Chrom-Optik, eine Rückfahrkamera und die Klimaautomatik.

Ein Manko ist, was uns Frauen betrifft, dass es zwar einen Kosmetikspiegel in den Sonnenblenden gibt, dieser jedoch nicht beleuchtet werden kann.

Kofferraum mit Hindernissen

Das Ladeabteil mit seinen 168 Liter Volumen ist ja gar nicht so das Problem, viel mehr stört uns die recht hohe Ladekante. Ärgerlich ist auch, dass bei umklappen der Rücklehnen keine ebene Fläche entsteht und somit die satten Rabatte nur begrenzt ausgenutzt werden können. Trotz allem haben wir es geschafft, drei große Säcke mit Blumenerde zu verstauen – dies ist für einen Kleinwagen schon ein beachtliches Ergebnis.

Motorisierung und Fahrwerk

Unter der Haube werkt ein 1.0-Liter-Dreizylinderbenziner mit 53 kW/72 PS Leistung und 93 Newtonmeter Drehmoment, dies ist leider auch das einzige Aggregat, welches die Japaner für den Aygo anbieten. Für die Fahrten im urbanen Bereich ist dies mehr als ausreichend und gerade in diesem Gebiet fühlt sich der up!-Gegner so richtig heimelig. Das Primzahl-Aggregat ist an ein 5-Gang-Schaltgetriebe gekoppelt. Die Schaltwege sind keineswegs zu lange abgestimmt und lassen sich butterweich einlegen. Im höheren Drehzahlbereich ertönt der Motor mit etwas knurrigem Klang. Der Testverbrauch hat sich auf 5,5 Liter belaufen, dies ist für den kleinsten der Toyota-Familie ein durchaus akzeptabler Wert.

Sicherheit

Der Toyota Aygo x-cite ist serienmäßig mit dem Safety Sense Paket ausgestattet. Dies beinhaltet einen Kollisionswaren (FCW), einen Pre-Crash Bremsassistenten (PBA), ein autonomes Notfall-Bremssystem (AEB) und einen Spurwechselwarner.

Wie viel Lifestyle steckt in 3,47 Meter?

Aber wie schlägt sich der City-Flitzer in puncto Lifestyle? Hat er das Zeug zum trendigen Parklücken-Liebling? Wir haben uns mit Lifestyle-Bloggerin Nina getroffen und bei einer gemeinsamen Probefahrt und anschließendem Shooting dem Aygo in der coolen x-cite Ausstattungslinie auf den Zahn gefühlt. Hier geht’s zum Beitrag

Fazit:

Der Toyota Aygo hat mir während der Testzeit bereits am frühen Morgen wegen seiner tollen Farbe ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Auch am riesigen Parkplatz musste ich nie lange suchen, denn der magentafarbene Aygo blitzte unter den vielen anderen Fahrzeugen stets hervor. Der kleinste der Toyota Produktpalette überzeugt im Großstadtdschungel im Hinblick auf Parkplatzsuche und Wendigkeit. Das Dreizylinder-Aggregat lässt den Aygo im urbanen Bereich keinesfalls untermotorisiert wirken, für Autobahnetappen würde man sich dann doch ein paar Pferdchen mehr wünschen.

(c) Bilder: Sebastian Poppe & Philipp Mozga

Was uns gefällt:

  • Der knallige Farbton
  • Die Fahreigenschaften
  • Die kleinste Lücke ist groß genug für den Aygo

Was wir ändern würden:

  • Die hohe Ladekante
  • Die hinteren Klappfenster
  • Die eingeschränkte Motorenpalette

Technische Daten: Toyota Aygo 1.0 VVT-i x-cite

Motor / Antrieb

Motor: Benzinmotor, Reihen-3-Zylinder, 12 Ventile
Hubraum / Verdichtung: 998 cm3/11,5/95
Leistung  kW /PS: 53 kW / 72 PS bei 6.000 U/min
Drehmoment: 93 Nm bei 4.400 U/min
Antrieb: Vorderrad
Getriebeart: 5-Gang Schaltgetriebe
0-100 km/h:  13,8 Sekunden
V-Max:  160 km/h

Verbrauch / Umwelt

Werksangabe – Stadt/Land/kombiniert, l/100 km: 4,9 / 3,6 / 4,1
Gas-Junky-Test – Durchschnitt l/100 km: 5,5 L
CO2 Emissionen: 93 g/km Euro 6c-TEMP

Fahrwerk / Reifen / Bremsen

Vo. Achse: Einzelradaufhängung McPherson-Federbeine mit Stabilisator
Hi. Achse: Torsionslenker – Pendelachse mit Stoßdämpfern, Schraubenfedern
Bremsen: VA: innenbelüftete Scheibenbremsen; HA: Trommelbremsen
Felgen / Reifen: 165/60 R 15 77 H

Gewicht und Maße

Leergewicht: 880 kg
L/B/H: 3,465 /1,615 /1,460 (Meter)
Radstand: 2,340m
Wendekreis:10,2 m
Kofferraumvolumen: 168 Liter
Kofferraumvolumen bei umgeklappten Rücksitzen:  812 Liter
Tankinhalt:
35 Liter
Kraftstoff:
Super 95

Preise

Toyota Aygo (1.0 VVT-i x 3-tg.) zu haben ab:  9.990 €
Basispreis Toyota Aygo x-cite:
 14.720 €
Preis Testfahrzeug inkl. NoVA und Mwst:  14.720 €

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here