Bereits 2011 sorgte die Nobeltochter von Toyota mit dem Kompaktmodell für ein Monopol. Kein anderes Modell in diesem heiß umkämpften Segment konnte eine Vollhybridtechnik nachweisen.

Nun wurde der Golf-Gegner einer Überarbeitungskur unterzogen, dies lässt sich bereits an der Front erkennen, wo nun ein Diabolo-Grill und schmale Lichter den grimmigen Blick unterstreichen. Auch die Heckpartie wurde durch das Lifting aufgewertet, die zweigeteilten LED-Rückleuchten verleihen dem Kompaktmodell einen noch dynamischeren Touch, sodass sich einige Passanten beinahe den Kopf verrenkten.

Schade eigentlich, dass die Designer das Interieur beinahe unberührt ließen. Die größten Änderungen betreffen das Infotainment-Display, welches nun in der größten Ausführung 10,3-Zoll fasst und sogar gesplitet werden kann.

Aber leider wurde die Bedienung mit dem altbekannten Cursor nicht gegen einen Dreh- und Drückregler getauscht. Dies stört besonders auf Straßen mit groben Bodenunebenheiten, denn hier lässt sich der gewünschte Menüpunkt gefühlt erst beim zehnten Versuch auswählen, da man neun Mal daneben vorbeifährt.

Hingegen man das Gestühl in der getesteten F Sport Variante loben muss, es bietet guten Seitenhalt, ist aber trotzdem sehr komfortabel ausgelegt. Auch die Ergonomie ist einwandfrei auf den Fahrer ausgerichtet und bereitet selbst größeren Personen keine Probleme.

Zudem gefällt auch die Verarbeitung des Innenraums, welche mit Softtouch und an einigen Stellen auch mit Kunstleder-Materialien sehr hochwertig wirkt. Nicht ganz verständlich ist uns, wieso gerade beim Mitteltunnel bei der Materialwahl eingespart wurde, hier greift man ausschließlich auf Hartplastik-Elemente, zudem sind einige Bedienelemente wie zum Beispiel der Drehregler für die Einstellung der Sitzheizung nicht mehr zeitgemäß angebracht.

Schade, denn das äußerst dynamische Außenkleid mit den 17-Zoll Alus sorgt für einen äußerst dynamischen Auftritt, welcher so manche deutsche Konkurrenzprodukte in den Schatten stellt.

Obwohl der CT um zehn Zentimeter länger als sein Wolfsburger-Konkurrent ist, sind die Platzverhältnisse in zweiter Reihe als auch das Kofferraumvolumen deutlich geringer ausgefallen.

Und wie fährt sich der geliftete Vollhybride?

Unter der Haube werkt ein 1,8-Liter Saugbenziner mit 99 PS, welcher von einem Elektro-Aggregat mit 82 PS unterstützt wird. In Summe verzeichnet der kompakte Japaner eine Systemleistung von 136 PS, die Kräfte werden über ein CVT-Getriebe übertragen. Hierbei handelt es sich um die einzige Motorisierung, welche in Europa angeboten wird.

Besonders im urbanen Bereich hat uns das Doppelherz des 4,35 Meter langen Hot Hatch durchaus positiv überrascht. Unser Top-Wert mit vorrausschauender Fahrweise lag bei 4,7 Litern bei frostigen Temperaturen. Dies liegt daran, dass man bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h auch rein elektrisch unterwegs sein kann und sich der Verbrenner erst nach einigen hundert Metern wieder dazugesellt.

Nach einigen Tagen mit längeren Autobahn-Etappen hat sich der Verbrauch bei 5,5 Liter auf 100 km/h eingependelt, somit würden wir den Golf Gegner als Exoten für Sparfüchse bezeichnen, denn der Tankwart ist beinahe schon eine aussterbende Rasse.

Sowohl Fahrwerk und Lenkung sind eher auf die sportliche Linie getrimmt, dennoch verfügt man auch in der F Sport Version über reichlich Restkomfort.

Das Benzinherz mit zusätzlicher E-Power bewegt die knapp 1,5 Tonnen problemlos, dennoch eher komfortabel. Aber mit dem Kompaktmodell des Premiumherstellers will man auch keinesfalls dauerhaft auf der linken Spur unterwegs sein, viel lieber achtet man auf die Verbrauchsanzeige und probiert jedes Mal aufs Neue noch effizienter unterwegs zu sein.

Unser Fazit:

So komfortabel und gelassen sind wir nur selten aus einem Kompaktmodell ausgestiegen. Nun sollte nur mehr das Interieur ein wenig modernisiert werden, um mit der Konkurrenz auf Augenhöhe zu sein.

Was uns gefällt:

  • Das sportliche Außenkleid
  • Das effiziente Doppelherz
  • Der hohe Komfort trotz sportlicher Abstimmung

Was wir noch verbessern würden:

  • Den Retrolook des Interieurs
  • Das Bedienelement des Infotainmentsystems
  • Die eingeschränkte Motorenpalette

Technische Daten – Lexus CT 200h F SPORT 5-tg.

Motor / Antrieb

Motor: Benzinmotor, 4-Zylinder, 16 Ventile, zwei obenliegende Nockenwellen (DOHC), intelligente, variable Ventilsteuerung (VVT-i)
Hubraum: 1.798 ccm3
Systemleistung  kW /PS: 100 kW / 136 PS
Drehmoment: 142 Nm bei 2.800-4.400 U/min
Antrieb: Frontantrieb
Getriebeart: stufenloses variables Getriebe(E-CVT)
0-100 km/h: 10,3 Sekunden
V-Max: 180 km/h

Verbrauch / Umwelt

Werksangabe – Stadt/Land/kombiniert, l/100 km: 4,7 / 4,1 / 4,4
Gas-Junky-Test – Durchschnitt l/100 km: 5,5
CO2 Emissionen: 101 g/km

Fahrwerk / Reifen / Bremsen

Vo. Achse: McPherson-Federbeine
Hi. Achse: Doppel-Querlenker
Bremsen: VA + HA: innenbelüftete Scheibenbremsen
Felgen / Reifen: LM-Felgen 17 x 7J ET 45 / 215/45 R17 87 W

Gewicht und Maße

Leergewicht: 1.440kg
L/B/H: 4,355 / 1,765 / 1,455 (Meter)
Radstand: 2,60 m
Wendekreis: 10,4 m
Kofferraumvolumen: 375 bis 985 Liter
Tankinhalt:
45 Liter
Kraftstoff:
Super (ROZ 95)

Preise

Lexus CT 200 h zu haben ab:  € 28.990,-
Basispreis CT 200h F SPORT:
€34.890,-
Preis Testfahrzeug inkl. NoVA und Mwst: €38,940,-

Sonderausstattung:

Bi-tone Lackierung (zusätzlich zu Basis-Lackierung) € 300,-
10,3 Zoll Lexus Premium Navigation (mit Remote Touch Bedienung, 10 Lautsprecher, DVD-Player, Rückfahrkamera mit Einparkführung)
€ 2.000,-
Bi-LED-Scheinwerfer mit Scheinwerferreinigung und automatischer Leuchtweitenregelung € 1.000,-
Parksensoren vorne und hinten € 750,-

(c) Text und Bilder: Gas Junky, sp

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