Hyundai Tucson – Koreanische Eleganz

Der Hyundai Tucson erstrahlt in einem überarbeiteten Außenkleid – war er vorher schon ein Blickfänger, wird man ihm nun noch mehr Aufmerksamkeit schenken. Der neue Cascading-Kühlergrill präsentiert sich elegant und integriert sich mit koreanischer Perfektion in die Frontpartie. Dadurch wirkt der Tucson ab sofort einen Tick bulliger und robuster, nicht mehr so „zart beseitet“ wie sein Vorgänger. Die schmalen Voll-LED-Scheinwerfer erwecken den Eindruck, als ob sie der koreanische Filetiermeister einmal horizontal, mit schärfster Präzision, durchgeschnitten hätte. Die seitliche Linienführung lässt den Tucson dynamisch sowie robust wirken. Abgerundet wird die Karosserie durch das kräftig, schlicht gestaltete Heck.

Merkbare Retuschen im Interieur

Das grundsätzlich nicht nur die Optik zählt, sondern auch die inneren Werte wichtig sind, weiß man auch in Korea – das hört sich zwar jetzt an wie der übliche Text bei einer Singleplattform, doch dies trifft eben auch auf die meisten Gefährte zu.
Die Materialien fühlen sich hochwertig an, auch wenn hie und da auf Hartplastik-Elemente zurückgegriffen wurde.
Doch selbst diese wirken wertig, außerdem klappert oder knarzt kein einziges Teil während der entspannten Fahrt.

Neuer Infotainment-Bildschirm 

Alle Einstellungen lassen sich intuitiv und simple über den 8-Zoll-Touchdisplay bedienen, welcher erstmals freistehend aus dem Armaturenbrett ragt. Positiv überrascht uns auch die 360 Grad Ansicht mit der Vogelperspektive, die der Autokonstrukteur aus Fernost ebenfalls am Display bei einlegen des Rückwärtsgangs integrierte. So lässt sich das SUV ohne Probleme in jede noch so kleine Parklücke zirkeln. Beim Ausparken hingegen helfen einem zusätzliche Sensoren, welche den Querverkehr überwachen und somit den Lack verschonen. Einziger Punkt im Lastenheft ist die schlechte Auflösung der Rückfahrkamera – hier könnte man noch nachbessern.

Segel statt Motorboot

Bereits nach den ersten Metern lässt sich der hohe Komfortfaktor kaum mehr leugnen. Das ist auch gut so, denn bei so einem Fahrzeug will man einfach einsteigen und bequem dahin cruisen. Ähnlich wie bei einem Segelboot, wo man sich gemütlich von den Wellen treiben lässt. Der überarbeitete Tucson schwebt trotz der 19-Zoll-Räder äußerst geschmeidig über gröbere Bodenunebenheiten. Das Fahrwerk ist dennoch nicht zu smooth abgestimmt und die Zug- und Druckstufe halten sich für ein SUV mit hohen Schwerpunkt im vertretbaren Rahmen.

Der 1,6 Liter Dieselmotor mit 136 PS wirkt trotz des relativ hohen Leergewichts in keiner Situation überfordert. Gekoppelt an das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe ist der Koreaner auch auf der Autobahn kein spritfressendes Monster.

Im Test fuhren wir das überarbeitete Hyundai-SUV ohne Probleme mit sieben Liter auf 100 Kilometer. Bewegt man den Tucson besonders vorrausschauend, so sind auch 6,5 Liter möglich. Sollten die Vorderräder durchdrehen, so verteilt das neue Vierradantriebssystem HTRAC  bis zu 50 Prozent der Leistung auf die Hinterachse. Bis zu 40 km/h kann der Vierrad-Modus per Knopfdruck manuell aktiviert werden.

Nimms doch mit Gemütlichkeit

Der adaptive Tempomat in Kooperation mit dem Spurhaltesystem legen in Sachen Bequemlichkeit noch einen drauf. Zur Verfügung gestellt werden uns zusätzlich vier Abstandsstufen, die sich ganz einfach per Knopfdruck auf dem Volant gesteuert werden. Der Spurhalteassistent funktioniert vorbildlich – schon fast ein unheimliches Gefühl, wenn das Fahrzeug selbstständig in Kurven einlenkt. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – deswegen Hände immer ans Lenkrad.

Level Up

Viele Hersteller benutzen für Ihre Ausstattungsvarianten komplizierte Bezeichnungen. Man weiß nie  – ob es sich nun um die Top-Ausstattung oder eher das Basismodel handelt. Dies hat man bei Hyundai nun auf eine ganz simple und elegante Weise gelöst. Die Modelle werden je nach Ausstattung nun mit „Level“ bezeichnet, wobei im Falle des Tucson Level 2 die Grundausstattung signalisiert und das Top-Modell wird mit Level 6 bezeichnet.

Weit über den Tellerrand hinaus!

Sogar in puncto öffnen der Heckklappe hat man sich bei Hyundai etwas ganz besonderes ausgedacht. Die Kofferraumklappe öffnet nicht nur auf Knopfdruck, sondern auch, wenn man sich dem Heck des Fahrzeugs nähert. Somit ist kein Fußschwenk oder sonstige akrobatischen Übungen unter dem Heckdiffusor mehr nötig – da haben die Koreaner weit über den Tellerrand gedacht. Diese Funktion hat immer problemlos funktioniert. Nach circa zwei Sekunden wird man per Piepton benachrichtigt, dass sich nun die große Klappe öffnet. Dahinter bieten die Koreaner 459 bis 513 Liter an Stauraum, bei umgelegter Rückbank sind es sogar bis zu 1.503 Liter.

Leise, leiser, Tucson

Sehr leise und entspannt  gleitet man über den Asphalt. Genauso unauffällig schaltet auch das Getriebe durch alle sieben Gänge. Wer es dann doch etwas lauter möchte, der bedient sich mittels Drehregler am KRELL Premium Sound System. Dieses sorgt für ausgezeichneten Klang, egal ob Radio oder über ein Gerät via Bluetooth, USB oder AUX.

Vip-Lounge im Auto

Nicht nur die Fahrweise bietet einem reichlich Komfort. Die Sitzposition hinter dem Lenkrad legt da noch eines drauf. Die breiten, elektrische Leder-Sitze, inklusive Lendenwirbelstütze, verleihen ein typisches „Clubsessel-Feeling“. Diese sind übrigens nicht nur beheizbar, sondern, das edle Gestühl kann auch über eine Klimafunktion gekühlt werden. In der zweiten Reihe verfügt der überarbeitete Tucson über genügend Bein- und Kopffreiheit, das riesige Panoramadach sorgt für eine noch luxuriösere Atmosphäre in beiden Reihen. Außerdem gewährt Hyundai fünf Jahre Garantie OHNE Kilometerbegrenzung, spätestens nach dem zweiwöchigen Intensivtest können wir dies nachvollziehen.

FAZIT

Der neue Hyundai Tucson ist schlicht, elegant – aber wirkt auf seine Weise auch dynamisch und kräftig.  Er überraschte uns jeden Tag aufs neue positiv – egal ob auf der Autobahn, im Stau aber auch Abseits von befestigten Straßen.  Entspannt und gelassen an das Ziel, lautet hier die Devise. Einzig und alleine die Haptik des Volants hätte man auch dem gelungenen Rest anpassen können.

Was mich begeistert:

  • Die Geräuschkulisse und Bequemlichkeit im Cockpit
  • Der Fahrkomfort
  • Die Übersichtlichkeit

Was ich mir noch wünschen würde:

  • Bessere Auflösung der Rückfahrkamera
  • Hochwertigeres Lenkrad
  • Ein klein wenig mehr Punch beim Beschleunigen

 Factporn: 

Modell: Hyundai Tucson Level 6 1,6 CRDi 4WD DCT

Motor / Antrieb 

Motor: Vierzylinder-Diesel  mit Turboaufladung, quer eingebaut
Hubraum: 1.598 ccm3
Leistung  kW /PS: 100 kW / 136 PS bei 4.000 U/min
Drehmoment: 320 Nm zwischen 2.000 und 2.250/min
Antrieb: Frontantrieb mit zuschaltbarem Allradantrieb
Getriebeart: 7-Gang-Doppelkupplung
0-100 km/h: 12,0 Sekunden
V-Max: 180 km/h

Verbrauch / Umwelt 

Verbrauch Werksangabe – Stadt 5,2 /Land 5,2 /kombiniert 5,1 l/100 km
Verbrauch Test – Durchschnitt l/100 km: 7,0

Fahrwerk / Reifen / Bremsen

Vo. Achse: MacPherson Federbein
Hi. Achse: Mehrlenkerachse
Bremsen VA+HA: hydraulische Scheibenbremsen
Felgen / Reifen: 245/45/R19 (Serie)

Gewicht und Maße

Leergewicht:  1.758 kg
L/B/H: 4,48 / 1,85 / 1,65 (Meter)
Radstand: 2,67 (Meter)
Wendekreis: 11,4 (Meter)
Kofferraumvolumen: 502 bis 1.492 Liter
CO2 Emissionen:
138 g/km                                                                               Tankinhalt: 62 Liter
Kraftstoff:
Diesel

Preise

Hyundai Tucson zu haben ab: € 22.990  (inklusive Vorteilsbonus)
Basispreis Testfahrzeug : 
€ 45.900
Preis Testfahrzeug inkl. Mehrausstattung: € 46.550

Sonderausstattung:

Außenfarbe: Stellar Blue € 650

 

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